Shell sortiert sein Erneuerbaren-Geschäft weiter – und ausgerechnet jetzt kommt von der Internationalen Energieagentur (IEA) Gegenwind für den Ölmarkt. Der Konzern bestätigte gestern, dass er für seine indische Ökostrom-Plattform Sprng Energy strategische Optionen prüft. Parallel drückte eine vorsichtigere IEA-Prognose auf die Stimmung im Energiesektor.

Wichtige Punkte im Überblick:
- Shell prüft strategische Optionen für Sprng Energy in Indien
- Sprng Energy wurde 2022 für 1,55 Mrd. US-Dollar übernommen
- Die IEA senkte die Prognose für das Öl-Nachfragewachstum 2026 auf 850.000 Barrel pro Tag
- Shell kaufte vorgestern 1.278.353 eigene Aktien zur Einziehung zurück

Sprng Energy auf dem Prüfstand

Shell teilte am Donnerstag mit, dass das Unternehmen eine strategische Überprüfung von Sprng Energy durchführt. Der Konzern hatte die Plattform 2022 für 1,55 Mrd. US-Dollar gekauft. Zum möglichen Ergebnis wollte Shell nach eigenen Angaben noch keinen Kommentar abgeben.

Die Überprüfung passt allerdings zur Linie von CEO Wael Sawan: Das Portfolio soll schlanker werden, der Fokus stärker auf margenträchtigere Bereiche wie Flüssigerdgas (LNG) und das Upstream-Geschäft rücken. Der Schritt reiht sich zudem in eine breitere Entwicklung ein: Große europäische Energiekonzerne stellen ihre CO₂-ärmeren Projekte teils neu auf und gewichten das Kerngeschäft mit Kohlenwasserstoffen wieder stärker.

IEA bremst den Ölmarkt

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Zusätzlichen Druck lieferte gestern der Monatsbericht der IEA. Die Agentur senkte ihre Erwartung für das Wachstum der globalen Ölnachfrage im Jahr 2026 auf 850.000 Barrel pro Tag und stellte zugleich einen möglichen Angebotsüberschuss für das Jahr in den Raum.

Nach Veröffentlichung des Berichts zeigten sich die Ölpreise schwankungsanfällig. Brent-Futures gaben zwischenzeitlich nach; in einzelnen Berichten war von rund 2 US-Dollar je Barrel Minus die Rede. Das dämpfte kurzfristig die Stimmung im Sektor.

Rückkaufprogramm und Auditorenwechsel

Neben Strategie- und Marktthemen laufen bei Shell auch Maßnahmen rund um Kapitalrückflüsse und Governance. Der Konzern meldete vorgestern den Rückkauf von 1.278.353 eigenen Aktien zur Einziehung. Der Schritt ist Teil eines Aktienrückkaufprogramms, das Shell in der vergangenen Woche angekündigt hatte.

Bereits Anfang Februar hatte Shell zudem mitgeteilt, dass PwC ab dem Geschäftsjahr 2027 EY als Abschlussprüfer ersetzt. Vorausgegangen waren ein Ausschreibungsprozess sowie eine bereits bekannt gemachte Untersuchung der britischen Financial Reporting Council zur EY-Prüfung im Zusammenhang mit der Rotation von Prüfungspartnern.

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