Shell treibt seine Rückgabe von Kapital an die Aktionäre weiter voran. Heute meldete der Konzern, dass er erneut eigene Aktien zurückgekauft und anschließend eingezogen hat. Der Schritt ist Teil des bereits angekündigten Rückkaufprogramms – und kommt kurz nach den jüngsten Jahreszahlen.

Wichtig für Anleger: Durch die Einziehung sinkt die Zahl der ausstehenden Aktien. Das kann rechnerisch das Ergebnis je Aktie stützen, auch wenn sich am operativen Geschäft zunächst nichts ändert.

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  • Rückkaufvolumen: gut 1,8 Mio. Stammaktien
  • Zeitpunkt: Heute (Transaktion vom 13. Februar)
  • Programmrahmen: Teil eines 3,5 Mrd. US-Dollar-Aktienrückkaufs

Rückkauf und Einziehung im Detail

Shell kaufte laut Mitteilung über verschiedene europäische Handelsplätze etwas mehr als 1,8 Millionen eigene Stammaktien zurück. Diese Aktien wurden im Anschluss annulliert. Abgewickelt wird das Programm von Morgan Stanley & Co. International, innerhalb festgelegter Parameter und auf Basis einer bestehenden Aktionärsermächtigung.

Das Vorgehen passt zur Kapitalrückgabe-Architektur des Konzerns und soll laut Unternehmen regelkonform im Rahmen der britischen und EU-Marktregeln umgesetzt werden.

Einordnung: Dividende rauf, Gewinn runter

Der Rückkauf reiht sich in die Aussagen zu den Zahlen für das vierte Quartal 2025 ein, die Shell vor rund anderthalb Wochen vorgelegt hatte. Gleichzeitig kündigte der Konzern damals ein Aktienrückkaufprogramm über 3,5 Milliarden US-Dollar an. Abschlussziel: bis zur Vorlage der Q1-2026-Ergebnisse.

Außerdem bestätigte Shell eine Dividendenerhöhung um 4%. Das steht im Einklang mit der „progressiven“ Dividendenpolitik.

Bemerkenswert ist der Kontext: Shell meldete für 2025 einen Gewinnrückgang im dritten Jahr in Folge, belastet durch niedrigere globale Ölpreise. Das bereinigte Ergebnis für das Gesamtjahr 2025 lag bei 18,5 Milliarden US-Dollar. Trotzdem hält der Konzern an hohen Ausschüttungen fest und beziffert sein Ziel für Aktionärsrenditen auf 40–50% des operativen Cashflows.

Strategie: Fokus auf Öl und Gas

Wie nachhaltig wirkt diese Ausschüttungsdisziplin, wenn gleichzeitig die Profitabilität sinkt? Shells Chef Wael Sawan bekräftigte zuletzt das Ziel, die Öl- und Gasförderung auszubauen. Das Netto-Null-Ziel für 2050 stellte er zugleich als abhängig von politischen und marktseitigen Entwicklungen dar.

Zusätzlich steht Shell vor der Aufgabe, mit einer im Vergleich zu einigen großen Wettbewerbern kürzeren Lebensdauer der nachgewiesenen Reserven umzugehen. Vor diesem Hintergrund bleiben die konsequente Umsetzung des Kapitalrahmens und die geplanten Rückkäufe bis zur nächsten Quartalsvorlage der zentrale Taktgeber.

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