Palantir bekommt zum Wochenschluss gleich aus zwei Richtungen Unterstützung: Ein US-Gericht stärkt dem Unternehmen in einem Streit mit Ex-Mitarbeitern den Rücken, und Mizuho hebt die Aktie auf „Outperform“. Gleichzeitig bleibt ein prominenter Gegenspieler an Bord: Short-Seller Michael Burry setzt weiter auf fallende Kurse.

Gericht setzt Grenzen für Ex-Mitarbeiter

Auslöser auf der juristischen Seite ist eine Entscheidung eines Bundesrichters in New York, die am Donnerstag bekannt wurde. Richter J. Paul Oetken gab Palantir in Teilen recht: Die Gründer des KI-Startups Percepta, früher selbst bei Palantir, hätten wahrscheinlich gegen Vertraulichkeits- und Abwerbevereinbarungen verstoßen.

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Konkret ordnete das Gericht an, dass die früheren Palantir-Mitarbeiter keine aktuellen Angestellten des Unternehmens abwerben dürfen. Genau hier lag Palantirs Kernargument: Der Wettbewerb um Talente soll nicht über unerlaubte Personalabwerbung laufen. Einen weitergehenden Schritt lehnte der Richter aber ab: Palantirs Antrag, Percepta und den Gründern die Arbeit dort insgesamt zu untersagen, blieb ohne Erfolg. Unterm Strich bedeutet das: Percepta darf weitermachen – allerdings unter klareren Leitplanken.

Mizuho sieht bessere Chancen

Für zusätzlichen Rückenwind sorgte bereits am Mittwoch eine Analystenentscheidung: Mizuho Securities stufte von „Neutral“ auf „Outperform“ hoch und setzte ein Kursziel von 195 US-Dollar. Zur Begründung verweist Mizuho auf eine aus Sicht der Analysten „einzigartige“ Beschleunigung beim Umsatz und steigende Margen – also operative Hebel, die Palantir im Software-Sektor abheben sollen.

Ein zentraler Punkt: Der US-Kommerzbereich zog im vierten Quartal 2025 laut Mizuho um 137% gegenüber dem Vorjahr an. Zudem wertet das Haus die Korrektur seit den Hochs als Neubewertung, die das Chance-Risiko-Verhältnis verbessert habe – auch wegen der anhaltenden Nachfrage nach der Artificial Intelligence Platform (AIP). Am Markt spiegelt sich der Druck dennoch: Auf 30-Tage-Sicht liegt die Aktie mit -20,51% deutlich im Minus.

Warum Burry dagegenhält

Trotz der positiven Impulse bleibt die Gegenthese präsent. Berichten dieser Woche zufolge hält Burrys Scion Asset Management Put-Optionen gegen Palantir. Seine Kritik zielt vor allem auf Governance-Themen und die Bewertung.

Burry verweist dabei unter anderem auf die Ausgaben rund um CEO Alex Karp: Die Kosten für den Firmenjet sollen 2025 auf 17,2 Mio. US-Dollar gestiegen sein. Außerdem stellt er die Entwicklung der Forderungen (Accounts Receivable) im Verhältnis zum Umsatz in den Fokus und leitet daraus Bewertungsbedenken ab.

Zum Gesamtbild gehört auch die hohe Nervosität im Februar: Nach starken Q4-Zahlen 2025 (Umsatz 1,4 Mrd. US-Dollar, +70% zum Vorjahr) sprang die Aktie zunächst an, gab dann aber wieder nach. Dazu kommen operative Nachrichten wie die bestätigte Partnerschaft mit Rackspace Technology zur schnelleren Ausbringung von KI-Lösungen.

Entscheidend für die nächsten Wochen dürfte sein, ob Palantir den kommerziellen Schwung in den USA weiter nachweisen kann – denn genau daran hängt, ob das Mizuho-Narrativ (Wachstum plus Margen) die Short-Kritik an Governance und Bewertung dauerhaft übertönt.

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