ServiceNow Aktie: Strategieveränderungen angekündigt
ServiceNow setzt trotz schwacher Börsenphase auf Wachstum über Partnerschaften und KI-Funktionen. Gleichzeitig bleibt der Software-Sektor nervös – getrieben von der Frage, ob neue KI-Tools klassische Enterprise-Software unter Druck setzen. Doch wie viel der jüngsten Kursverluste ist fundamental begründet?
Die wichtigsten Punkte im Überblick:
- Neue Partnerschaft mit Kearney rund um „agentic AI“ und Prozessautomatisierung
- Aktie rutschte zuletzt deutlich ab und markierte ein neues 52-Wochen-Tief
- Rückkaufprogramm: Ausweitung der Buyback-Ermächtigung auf 5 Mrd. US-Dollar
- Nächster Ergebnisbericht wird für den 22. April erwartet
Partnerschaft mit Kearney: Fokus auf „agentic AI“
Gestern kündigte die Managementberatung Kearney eine Partnerschaft mit ServiceNow an. Ziel: Unternehmen sollen mithilfe von „agentic AI“ schneller messbaren Nutzen im großen Maßstab realisieren. Die Zusammenarbeit kombiniert Kearneys Beratungsansatz mit der ServiceNow AI Platform, um Transformationsprojekte von der Strategie bis zur Umsetzung zu beschleunigen.
Im Mittelpunkt stehen laut Darstellung drei Anwendungsfelder: schnellere Bearbeitung von Ausnahmen im Betrieb, optimierte Workflows mit höherer Prozessgeschwindigkeit sowie End-to-End-Effekte durch KI und Workflow-Automatisierung. In einem Kundenprojekt soll dieser Ansatz laut Bericht zu einer jährlichen Senkung der Run-Kosten um mehr als 30% geführt haben.
Kursrutsch im Software-Sog
Die Aktie stand in den vergangenen Wochen spürbar unter Druck. Vorgestern erreichte sie ein neues 52-Wochen-Tief und fiel intraday laut MarketBeat bis auf 98 US-Dollar. Gestern schloss das Papier bei 100,58 US-Dollar – ein Tagesminus von 5,54%.
Hintergrund ist auch die breitere Schwäche im Software-Sektor. Seit dem 29. Januar liegt die Aktie laut historischen Kursdaten von Investing.com rund 14% im Minus. Auslöser sind vor allem Sorgen, dass KI-Angebote etwa von Anthropic oder OpenAI etablierte Softwaremodelle angreifen könnten.
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Analysten bleiben uneins – und das Unternehmen kauft zurück
Trotz des Abverkaufs überwiegen in den erfassten Einschätzungen weiter positive Ratings. Laut MarketBeat liegt das Konsensurteil bei „Moderate Buy“, das durchschnittliche Kursziel bei rund 193 US-Dollar.
Morgan Stanley schrieb gestern, der jüngste Ausverkauf im Softwarebereich sei „breit und weitgehend undifferenziert“ verlaufen – also mit wenig Unterscheidung nach Geschäftsmodellen oder Fundamentaldaten. Wedbush nahm den Titel in seine „AI 30 List“ auf. Argus stufte die Aktie am 4. Februar auf „strong-buy“ hoch. Needham bestätigte ein „buy“-Rating mit einem Kursziel von 155 US-Dollar.
Auf Unternehmensseite kommt zusätzlich ein klares Signal über Kapitalrückflüsse: ServiceNow meldete eine ausgeweitete Rückkauf-Ermächtigung über 5 Mrd. US-Dollar, inklusive eines beschleunigten Aktienrückkaufprogramms (ASR) über 2 Mrd. US-Dollar.
Operativ verwies der Bericht zudem auf ein starkes Schlussquartal: Die Q4-Zahlen 2025 lagen über den Schätzungen, mit sichtbarer Nachfrage für „Now Assist“-KI-Funktionen. Gemeldet wurden 3,57 Mrd. US-Dollar Umsatz im vierten Quartal sowie 13,28 Mrd. US-Dollar Umsatz im Gesamtjahr 2025.
Im Marktargumentieren einige Stimmen, die KI-Sorgen seien überzogen. Morgan Stanleys Keith Weiss etwa verwies darauf, dass Unternehmen etablierte Anbieter kaum in großem Stil aufgeben dürften, nur um eigene KI-Lösungen zu bauen – Open Source gebe es seit Jahrzehnten, dennoch hätten sich Drittanbieter-Softwaremärkte stark entwickelt.
Der nächste Ergebnisbericht wird für den 22. April erwartet; im Fokus dürften dann vor allem Hinweise stehen, ob KI-Investitionen sich in nachhaltig wachsendem Umsatz und besseren Margen niederschlagen.
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