Die ServiceNow-Aktie legte am Montag rund 3% zu, nachdem die Investmentbank Wedbush Securities dem Titel wieder einen Platz auf ihrer einflussreichen AI 30 List einräumte. Analyst Dan Ives warf dem Markt vor, die Bedrohung durch künstliche Intelligenz für traditionelle Software-Konzerne maßlos zu übertreiben.

Die wichtigsten Fakten:

  • Aktie erholt sich um 3% nach Aufnahme in Wedbush AI 30 List
  • Jahr-zu-Datum-Verlust: 32%
  • 52-Wochen-Tief bei 98 Dollar am 9. Februar erreicht
  • Q4-Ergebnisse zeigten solides Umsatzwachstum von 21%
  • Konsens-Kursziel der Analysten: 193 Dollar

Brutales erstes Quartal 2026

Die Erholung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem ServiceNow mit einem Kursverlust von 32% seit Jahresbeginn zu den größten Verlierern im Tech-Sektor zählt. Der iShares Expanded Tech-Software Sector ETF büßte im gleichen Zeitraum knapp 20% ein. Die Angst vor einer Disruption durch KI-Tools belastet die gesamte Branche.

Am 9. Februar markierte die Aktie bei 98 Dollar ein neues 52-Wochen-Tief – weit entfernt vom Juli-Hoch bei 211,48 Dollar.

"Software-Armageddon ist übertrieben"

Wedbush-Analyst Dan Ives stellte sich gegen die vorherrschende Marktstimmung. In einer Mitteilung an Kunden bezeichnete er die Befürchtungen als überzogen. Seine These: Wir befinden uns erst im dritten Jahr eines voraussichtlich zehnjährigen KI-Ausbaus. Unternehmen würden ihre sensiblen Daten nicht überstürzt für KI-Projekte freigeben, solange Migrationsprozesse noch komplex und risikoreich sind.

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Wedbush nahm neben ServiceNow auch Salesforce wieder in die AI 30 List auf.

Fundamentaldaten widersprechen dem Kursverlust

Die operative Performance von ServiceNow steht in deutlichem Kontrast zur Aktienentwicklung. Das Unternehmen meldete Ende Januar für Q4 2025 ein Subscription-Umsatzwachstum von 21% im Jahresvergleich. Zudem kündigte das Management ein Aktienrückkaufprogramm über 5 Milliarden Dollar an, davon 2 Milliarden als beschleunigter Rückkauf.

Das KI-gestützte Produkt Now Assist verzeichnete starke Nachfrage – der jährliche Vertragswert bei Neuabschlüssen verdoppelte sich mehr als im Vergleich zum Vorquartal.

Analysten halten am Optimismus fest

Trotz des Kursrutsches stufen die meisten Analysten ServiceNow weiterhin positiv ein. Laut MarketBeat liegt die Konsensempfehlung bei "Moderate Buy" mit einem durchschnittlichen Kursziel von 193 Dollar. Needham & Company bekräftigte kürzlich ein "Buy"-Rating mit einem Ziel von 155 Dollar.

Die Diskrepanz zwischen Analystenmeinungen und Aktienkurs zeigt die zentrale Spannung: Solide Geschäftszahlen treffen auf Unsicherheit über die langfristigen Auswirkungen der KI-Revolution auf traditionelle Softwaremodelle.

Blick auf Q1-Zahlen

Für das erste Quartal 2026 peilt ServiceNow Subscription-Erlöse zwischen 3,65 und 3,66 Milliarden Dollar an – ein Plus von 21,5% gegenüber dem Vorjahr. Die nächsten Quartalszahlen werden für den 21. oder 22. April erwartet.

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