Aurum, darum!
Seit Wochen reiben sich Anleger die Augen. Der Rohstoffmarkt schlägt Kapriolen - besonders die Edelmetalle Gold und Silber. Als Gründe werden Angst, Inflationsschutz oder schlicht Diversifikation genannt. Wenn Aurum seit Monaten – mit Unterbrechung wohl gemerkt – nur eine Richtung kennt, dann ist das auch ein Zeichen, dass Anleger in unsicheren Zeiten Sicherheit suchen. Besonders unter Family Offices soll es derzeit einen Run nach Gold geben, suchen die Portfolio-Manager vorwiegend vermeintlich sichere Investments.
Nachdem der Gold-Preis schon nach wenigen Tagen im neuen Jahr bereits die von Analysten von BNP Paribas für Ende 26 anvisierten 5000 US-Dollar Marke erreichte, bleibt die Frage, wie es weiter geht. Die Experten halten sich bedeckt und bleiben zunächst einmal bei den 5000 US-Dollar. Während für Silber nach völlig losgelöstem Kurs-Hype mit anschließender Ernüchterung, keine seriöse Prognose möglich ist.
Nun wäre der Zertifikatemarkt, nicht der so besondere Zertifikatemarkt, wenn er nicht auch für solche Entwicklungen, sowohl für Optimisten als auch für Skeptiker, passende Investments bereits im Angebot hätte. Allerdings ist Vorsicht geboten. Schon vor Wochen haben sich Trader, die dem ganzen Hype nicht trauten, auf die Short-Seite – besonders bei Silber – positioniert. Und dabei am Ende Geld verloren. Chartexperten warnen daher: Wenn der Markt läuft, nicht dagegenstemmen.
Wer es dennoch möchte, hat zwei Möglichkeiten: Etwa, ein KO-Short-Optionsschein auf Gold. Mit diesem gewinnt man überproportional, wenn der Goldpreis fällt. Wie der Name schon vermuten lässt, gibt es aber eine vorab definierte Kursschwelle des Goldpreises. Wird diese erreicht, endet die Laufzeit und der Anleger hat sein investiertes Kapital verloren. Angenommen diese KO-Schwelle liegt bei 5200 US-Dollar. Steigt Gold, entgegen den Erwartungen des Anlegers, auf oder über 5200 US-Dollar, so tritt der KO ein und die Laufzeit endet.
Zweite Möglichkeit: ein Put-Optionsschein auf Gold. Der Unterschied zum vorgenannten KO-Produkt: Er hat eine fixe Laufzeit und kann nicht ausgeknockt werden. Beispiel: Ein Put-Optionsschein mit Basispreis 5500 US-Dollar. Bei einem Goldpreis von 5100 US-Dollar, zahlt der Anleger dafür mindestens 400 Euro (zur Einfachheit eine Parität beim Euro/Dollar Kurs angenommen). Fällt nun Gold auf 4500 US-Dollar, so notiert der Put-Optionsschein bei mindestens 1000 Euro. Der Einsatz hat sich mehr als verdoppelt. Aber Achtung, setzt sich die Gold-Rally fort, so droht auch hier ein Totalverlust.
Ob KO- oder klassischer Optionsschein, am Markt für Zertifikate können Anleger an der Entwicklung rund um die Edelmetalle noch stärker partizipieren, oder sich einfach mal über Put-Scheine absichern. Mehr Informationen unter www.bnpp.at
von Volker Meinel, Marketing Manager bei BNP Paribas
Aus dem Börse Express-PDF vom 10. Februar - hier zum Download.








