ServiceNow versucht sich nach dem schwachen Jahresstart wieder zu fangen. Nachdem der Börsenwert seit Jahresbeginn zeitweise um über 30% geschrumpft war, rücken nun zwei Dinge in den Vordergrund: frische Analystenkommentare und ein umfangreiches Aktienrückkaufprogramm.

Im Kern geht es um eine Frage: Wird generative KI klassische SaaS-Modelle unter Druck setzen – oder profitiert ServiceNow am Ende sogar davon?

  • Analysten (Gestern): Needham bekräftigt „Buy“ mit 155 US-Dollar Kursziel; RBC Capital bleibt bei „Outperform“ mit 150 US-Dollar Kursziel (zuvor 185 US-Dollar)
  • Kapitalmaßnahmen: 5 Mrd. US-Dollar Aktienrückkauf genehmigt, plus 2 Mrd. US-Dollar beschleunigter Rückkauf (ASR)
  • Q4-Zahlen (Ende Januar): Umsatz 3,57 Mrd. US-Dollar (+20,6% YoY), EPS 0,92 US-Dollar (Erwartung 0,89 US-Dollar)
  • Marktkapitalisierung: rund 108 Mrd. US-Dollar

Analysten stützen die Story

Needham-Analyst Mike Cikos hat gestern sein „Buy“-Votum bestätigt und ein Kursziel von 155 US-Dollar genannt. Begründung: Der jüngste Ausverkauf im Software-Sektor greife zu kurz, weil ServiceNow für viele Kunden eher das „operative Rückgrat“ sei als eine austauschbare Software mit beliebig kürzbaren Nutzerlizenzen.

Needham verweist zudem auf eine weiterhin starke Nachfrage nach den Funktionen Pro Plus und Now Assist rund um KI. Die Lesart dahinter: Kunden investieren weiter in die Plattform, statt Budgets pauschal zu streichen.

RBC Capital blieb ebenfalls gestern bei „Outperform“, senkte aber das Kursziel deutlich von 185 auf 150 US-Dollar. Der Schritt wird mit niedrigeren Bewertungsniveaus im gesamten Sektor begründet – nicht mit einer spezifischen Eintrübung bei ServiceNow.

Rückkäufe und Zahlen als Gegenpol

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Parallel setzt das Management auf Kapitalrückführung: ServiceNow hat ein Aktienrückkaufprogramm über 5 Mrd. US-Dollar angekündigt und zusätzlich ein 2-Mrd.-US-Dollar-ASR auf den Weg gebracht. Der Titel notierte zuletzt klar unter seinem 52‑Wochen-Hoch von rund 211 US-Dollar.

Fundamental kamen Ende Januar zudem solide Signale aus dem Schlussquartal 2025: 3,57 Mrd. US-Dollar Umsatz bedeuteten knapp 21% Wachstum gegenüber dem Vorjahr. Beim Gewinn je Aktie lag das Unternehmen mit 0,92 US-Dollar leicht über den Erwartungen.

„SaaSpocalypse“: KI als Risiko – oder Treiber?

Die Volatilität der vergangenen Wochen erklärt sich auch durch die branchenweite Rotation, die an der Börse als „Software Bear Market“ beziehungsweise „SaaSpocalypse“ gehandelt wird. Auslöser sind Sorgen, dass neue KI-Modelle die Nachfrage nach klassischen SaaS-Strukturen – etwa nach Software-„Seats“ – dämpfen könnten.

CEO Bill McDermott positioniert ServiceNow dagegen als Profiteur. Im Text wird von KI-Bookings von 600 Mio. US-Dollar gesprochen, zudem nennt das Unternehmen Partnerschaften mit OpenAI und Anthropic, um generative KI tiefer in die Workflow-Automatisierung zu integrieren.

Zum Wochenauftakt gab es zumindest ein erstes Stabilisierungszeichen: Die Aktie legte gestern um rund 3% zu und schloss nahe 103,87 US-Dollar. Entscheidend bleibt, ob sich die KI-Nachfrage in den kommenden Quartalen weiter in belastbaren Buchungen niederschlägt – und ob die Rückkäufe den Kurs in diesem Bewertungsumfeld zusätzlich stützen.

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