ServiceNow legte am Montag deutlich zu, während die Analysten von Wedbush Securities Entwarnung geben. Die Angst vor einem KI-induzierten Kollaps im Software-Sektor sei übertrieben, so die Einschätzung. Die Aktie gewann rund 3% – ein Hoffnungsschimmer nach einem katastrophalen Jahresstart.

Analysten widersprechen der Untergangs-Theorie

Dan Ives von Wedbush Securities nahm ServiceNow und Salesforce am Wochenende in die hauseigene „AI 30 List" auf. Seine These: Der Markt preise ein „Weltuntergangs-Szenario" für Software-Unternehmen ein, das so nicht eintreten werde.

Die Begründung klingt plausibel: Unternehmenskunden werden ihre sensiblen Daten nicht überstürzt KI-Agenten anvertrauen, solange Migrationsprojekte komplex und risikoreich bleiben. Die befürchtete Kannibalisierung traditioneller Software-Geschäftsmodelle durch KI dürfte sich verzögern.

Der Tech-Software Sektor ETF (IGV) stieg zeitgleich um 3%, nachdem er Anfang 2026 stark unter Druck geraten war. Hedge-Fonds hatten laut CNBC kräftig an Software-Shortsells verdient – ein Zeichen für die pessimistische Marktstimmung.

Jahresbilanz bleibt verheerend

Trotz der Tageserholung steht ServiceNow 2026 mit einem Minus von rund 32% da. Die Aktie wurde von der branchenweiten Rotation aus Software-Titeln erfasst, die durch KI-Disruptions-Ängste ausgelöst wurde.

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Die Q4 2025-Zahlen vom 28. Januar:

  • Abo-Umsatz: 3,47 Mrd. Dollar (+21% YoY)
  • Gesamtumsatz: 3,57 Mrd. Dollar (+20,5% YoY)
  • Nettogewinn: 401 Mio. Dollar
  • cRPO: 12,85 Mrd. Dollar (+25% YoY)

Zusätzlich kündigte das Unternehmen ein 5-Milliarden-Dollar-Rückkaufprogramm an, ergänzt um einen 2-Milliarden-Dollar-ASR.

Offensive in KI und Sicherheit

ServiceNow setzt auf Zukäufe, um die Plattform auszubauen:

  • Moveworks (abgeschlossen 15. Dezember 2025): Agentic AI und Enterprise Search
  • Armis (geplant H2 2026): Cybersecurity-Plattform
  • Veza (geplant H1 2026): Identity Security

Partnerschaften mit Anthropic und OpenAI sollen KI-Modelle tiefer in die Workflow-Automation integrieren.

Ausblick auf 2026

Die Guidance für das laufende Geschäftsjahr zeigt moderates Wachstum:

  • Q1 2026 Abo-Umsatz: 3,65–3,66 Mrd. Dollar (+21,5% YoY)
  • Gesamtjahr 2026 Abo-Umsatz: 15,53–15,57 Mrd. Dollar (+20,5–21% YoY)
  • Non-GAAP-Marge: 32%

Die nächsten Quartalszahlen werden für den 21. oder 22. April erwartet. Bis dahin bleibt die Frage, ob die Erholung am Montag der Auftakt zu einer nachhaltigen Stabilisierung war – oder nur eine technische Gegenbewegung in einem intakten Abwärtstrend.

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