ServiceNow Aktie: KI-Ängste drücken
Die ServiceNow-Aktie geriet am 3. Februar 2026 heftig unter die Räder – ein Minus von rund 7 Prozent, das allerdings wenig mit dem Unternehmen selbst zu tun hat. Vielmehr erfasste eine Verkaufswelle den gesamten Software-Sektor. Der Auslöser: wachsende Sorgen, dass KI-Unternehmen etablierte SaaS-Anbieter verdrängen könnten.
Der S&P 500 Information Technology Sector verlor fast 3 Prozent. ServiceNow stand dabei stellvertretend für eine branchenweite Neubewertung, die Anleger als "Basket-Reaktion" bezeichneten.
KI-Offensive befeuert Sektor-Panik
Die negative Stimmung verschärfte sich, nachdem das KI-Unternehmen Anthropic speziell für Juristen zugeschnittene Automatisierungstools über sein Produkt Cowork vorstellte. Die Botschaft für den Markt: Wenn KI-Basismodelle erfolgreich in Nischenmärkte vordringen können, ist keine Software-Sparte mehr sicher.
"KI hat Technologie zu einem noch härteren Wettbewerb gemacht", kommentierte Ed Yardeni, Präsident von Yardeni Research, die Entwicklung.
Auch andere Branchengrößen blieben nicht verschont. Salesforce verlor ebenfalls rund 7 Prozent, Intuit brach um fast 11 Prozent ein. Der europäische Stoxx Europe Software and Computer Services Index gab mehr als 5 Prozent nach.
Starke Zahlen ohne Kurseffekt
Dabei hatte ServiceNow erst am 28. Januar 2026 solide Quartalszahlen für Q4 2025 vorgelegt – Gewinn und Umsatz übertrafen die Analystenschätzungen. Der Vorstand genehmigte zudem ein neues Aktienrückkaufprogramm über 5 Milliarden Dollar.
CFO Gina Mastantuono sprach von einem "starken Quartal" und einem "bemerkenswerten Jahr der KI-Innovation". Produkte wie Now Assist, Workflow Data Fabric, Raptor und CPQ hätten die Erwartungen übertroffen.
Dennoch reagierte die Aktie schwach. Die verbleibenden Leistungsverpflichtungen (RPO) entsprachen lediglich den Erwartungen – für manche Investoren offenbar zu wenig.
Eckdaten im Überblick:
- Marktkapitalisierung: ca. 115,8 Mrd. Dollar
- 52-Wochen-Hoch: 211,48 Dollar (3. Juli 2025, split-bereinigt)
- 52-Wochen-Tief: 108,10 Dollar (Feb. 2026)
- Handelsvolumen: ca. 33 Mio. Aktien (Durchschnitt: 11,7 Mio.)
- Nächste Quartalszahlen: voraussichtlich 22. April 2026
Strategische Weichenstellungen
ServiceNow setzt auf Wachstum durch Zukäufe und Partnerschaften. Am 20. Januar 2026 kündigte das Unternehmen eine vertiefte Zusammenarbeit mit OpenAI an. Im Dezember 2025 folgte die Übernahmeankündigung des Cybersecurity-Start-ups Armis für 7,75 Milliarden Dollar.
Mitte Dezember 2025 führte ServiceNow zudem einen 5-für-1-Aktiensplit durch.
Branche unter Beweis-Druck
Vey-Sern Ling, Senior Equity Advisor bei UBP, brachte die Herausforderung auf den Punkt: "Damit sich die Bewertungen erholen, müssen Unternehmen zeigen, dass KI als Wachstumstreiber funktioniert – und nicht als Bedrohung. Das dürfte bei skeptischen Anlegern länger dauern als üblich."
Die kommenden Wochen werden zeigen, ob ServiceNow die Investoren mit konkreten Belegen für seine KI-Strategie überzeugen kann. Die nächsten Quartalszahlen am 22. April könnten erste Antworten liefern.
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