ServiceNow übertraf am 28. Januar 2026 die Erwartungen für das vierte Quartal 2025 deutlich – und verlor dennoch fast 10% an Wert. Der Softwarekonzern präsentierte solide Wachstumszahlen und kündigte ein Aktienrückkaufprogramm über 5 Milliarden Dollar an. Doch die Sorgen um KI-Disruption im SaaS-Sektor wogen schwerer als die starke operative Performance.

Die Aktie rutschte am 29. Januar auf 116,73 Dollar ab und verlor damit knapp 10% innerhalb eines Handelstags. Über die vergangenen zwölf Monate summiert sich das Minus auf rund 49%.

Die Zahlen im Detail

ServiceNow erzielte im vierten Quartal Gesamterlöse von 3,57 Milliarden Dollar – oberhalb der Konsensschätzung von 3,53 Milliarden Dollar. Das entspricht einem Plus von 20,5% gegenüber dem Vorjahr. Die Abonnement-Umsätze kletterten um 21% auf 3,47 Milliarden Dollar.

Beim bereinigten Gewinn je Aktie lagen die Kalifornier mit 0,92 Dollar über den erwarteten 0,88 Dollar. Der GAAP-Nettogewinn erreichte 401 Millionen Dollar oder 0,38 Dollar je verwässerter Aktie, ein Anstieg gegenüber 384 Millionen Dollar im Vorjahresquartal.

Wichtige Kennzahlen Q4 2025:

  • Gesamtumsatz: 3,57 Mrd. USD (+20,5% YoY)
  • Abonnement-Umsatz: 3,47 Mrd. USD (+21% YoY)
  • Bereinigtes EPS: 0,92 USD (+26% YoY)
  • Aktuelle verbleibende Leistungsverpflichtungen (cRPO): 12,85 Mrd. USD (+25% GAAP / +21% in konstanter Währung)
  • Gesamte verbleibende Leistungsverpflichtungen: 28,2 Mrd. USD (+26,5% GAAP / +22,5% in konstanter Währung)
  • Bereinigte operative Marge: 31% (+1,5 Prozentpunkte)

Die cRPO gelten als wichtiger Frühindikator für künftige Umsätze. Das Wachstum von 25% deutet auf anhaltende Nachfrage hin.

KI-Produkte gewinnen an Traktion

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei ServiceNow?

ServiceNow verzeichnete spürbaren Zuspruch für seine KI-gestützten Lösungen. Der jährliche Vertragswert (ACV) von Now Assist verdoppelte sich im vierten Quartal gegenüber dem Vorjahr auf insgesamt über 600 Millionen Dollar.

Das Unternehmen schloss 244 Verträge mit einem Netto-Neugeschäft von jeweils mehr als 1 Million Dollar ab – ein Anstieg von knapp 40% gegenüber dem Vorjahr. Die Zahl der Kunden, die mehr als 5 Millionen Dollar ACV generieren, wuchs um etwa 20% auf 603.

Ausblick auf 2026

Für das erste Quartal 2026 stellt ServiceNow Abonnement-Umsätze zwischen 3,65 und 3,66 Milliarden Dollar in Aussicht. Für das Gesamtjahr 2026 rechnet das Management mit 15,53 bis 15,57 Milliarden Dollar, was einem währungsbereinigten Wachstum von 19,5% bis 20% entspricht.

Die Übernahme von Moveworks soll sowohl im ersten Quartal als auch im Gesamtjahr 100 Basispunkte zum Umsatzwachstum beitragen. Das Unternehmen genehmigte zudem ein Rückkaufprogramm über 5 Milliarden Dollar und plant, unmittelbar 2 Milliarden Dollar über einen beschleunigten Aktienrückkauf einzusetzen. Im vierten Quartal kaufte ServiceNow bereits rund 3,6 Millionen Aktien für 597 Millionen Dollar zurück.

Die nächsten Quartalszahlen werden voraussichtlich am 22. April 2026 erwartet. Ob die Aktie dann mit überzeugenden Wachstumszahlen und konkreten Fortschritten im KI-Geschäft die Skeptiker zurückgewinnen kann, hängt maßgeblich davon ab, wie sich das Vertrauen in traditionelle SaaS-Geschäftsmodelle entwickelt.

ServiceNow-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue ServiceNow-Analyse vom 31. Januar liefert die Antwort:

Die neusten ServiceNow-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für ServiceNow-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 31. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

ServiceNow: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...