Salesforce steht vor einem Wendepunkt. Der Cloud-Gigant streicht hunderte Stellen – ausgerechnet in der KI-Sparte. Gleichzeitig sichert sich das Unternehmen Milliarden-Aufträge von der US-Regierung und bereitet sich auf die Quartalszahlen am 25. Februar vor. Was steckt hinter dieser widersprüchlichen Strategie?

Die wichtigsten Fakten:
- Knapp 1.000 Stellen gestrichen, auch in der Agentforce-KI-Abteilung
- 5,6 Milliarden Dollar Vertrag mit der US-Armee über 10 Jahre
- Aktie unter Druck: 27% im Minus seit Jahresbeginn
- Quartalszahlen am 25. Februar könnten Klarheit bringen

Jobabbau trifft ausgerechnet die KI-Sparte

Anfang Februar hat Salesforce nach Angaben von Reuters und Business Insider weniger als 1.000 Mitarbeiter entlassen. Betroffen sind Marketing, Produktmanagement, Datenanalyse – und überraschenderweise auch die Agentforce-KI-Abteilung.

CEO Marc Benioff hatte bereits im August 2025 erklärt, die Zahl der Support-Mitarbeiter von 9.000 auf 5.000 reduziert zu haben. Grund: Künstliche Intelligenz übernimmt zunehmend menschliche Aufgaben. Nach eigenen Angaben wickeln Salesforce-KI-Agenten mittlerweile mindestens 50% der Kundeninteraktionen ab.

Paradox: Während tausende Stellen wegfallen, will das Unternehmen 5.000 neue Vertriebsmitarbeiter einstellen – speziell für den Verkauf von KI-Produkten.

Milliarden-Deal mit der US-Armee

Ende Januar sicherte sich Salesforce einen 10-Jahres-Vertrag mit der US-Armee im Wert von 5,6 Milliarden Dollar. Das Abkommen zielt auf die Modernisierung militärischer Systeme durch Cloud- und KI-Technologie ab.

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Der Regierungsauftrag diversifiziert Salesforce' Umsatzbasis deutlich. Bislang stammte der Großteil der Erlöse aus dem klassischen CRM-Geschäft mit Unternehmen. Der Army-Deal bietet langfristige Planungssicherheit.

Software-Sektor im Sturzflug

Die Salesforce-Aktie handelt nahe ihrem 52-Wochen-Tief. Seit Jahresbeginn verlor der Titel rund 27%. Yahoo Finance meldet für den 6. Februar erhebliche Volatilität im gesamten Software-Sektor.

Wedbush-Analyst Dan Ives bezeichnete den Software-Ausverkauf laut Benzinga als den schlimmsten in 25 Jahren. Investoren fürchten, dass KI traditionelle Software-Geschäftsmodelle grundlegend gefährdet.

Piper Sandler senkte am 3. Februar das Kursziel für Salesforce. Die Analysten warnen vor "Seat Compression" – dem Rückgang lizenzierter Nutzerplätze – und "Vibe Coding", also der KI-basierten Softwareentwicklung ohne klassische Programmierer. Beide Trends bedrohen Salesforce' Lizenzmodell pro Nutzer.

Starke Q3-Zahlen als Hoffnungsschimmer

Die jüngsten Quartalsergebnisse vom Dezember 2025 zeigen deutliches KI-Wachstum:

  • Umsatz: 10,26 Milliarden Dollar (+9% im Jahresvergleich)
  • Operative Marge (bereinigt): 35,5% – Rekordwert
  • Agentforce und Data 360 ARR: etwa 1,4 Milliarden Dollar (+114%)
  • Verbleibende Leistungsverpflichtungen: 29,4 Milliarden Dollar (+11%)

Nach diesen Zahlen hob Salesforce die Prognose für Umsatz und bereinigten Gewinn im Geschäftsjahr 2026 an. Das Unternehmen rechnet mit weiterem Wachstum seiner KI-Agenten-Plattform.

Entscheidende Zahlen am 25. Februar

Am 25. Februar nach Börsenschluss legt Salesforce die Ergebnisse für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2026 vor. Um 23:00 Uhr deutscher Zeit folgt die Telefonkonferenz mit Investoren. Die Zahlen dürften zeigen, ob die KI-Strategie aufgeht – oder ob die Entlassungen auf tiefere Probleme hindeuten.

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