Salesforce liefert in einem nervösen Software-Markt plötzlich ein handfestes Gegenargument: einen milliardenschweren Auftrag der US-Armee. Ausgerechnet in einer Phase, in der viele Anleger SaaS-Modelle durch neue KI-Agenten unter Druck sehen, setzt das Unternehmen damit ein Signal Richtung „Business as usual“. Doch reicht das, um die zuletzt stark angeschlagene Stimmung zu drehen?

Milliarden-Deal als Gegenpol

Der wichtigste Impuls kommt von einem Vertragsgewinn: Am 26. Januar meldete Salesforce einen mehrjährigen Cloud- und KI-Auftrag der US-Armee im Umfang von rund 5,6 Mrd. US-Dollar. Der Deal fällt in eine Phase, in der Investoren besonders empfindlich auf alles reagieren, was die Ertragskraft klassischer Software-Abos in Frage stellt.

Die Botschaft dahinter ist klar: Gerade große Organisationen und Behörden setzen bei kritischer Infrastruktur weiter auf etablierte Plattformen – und nicht auf kurzfristige Hypes. Das könnte die Debatte etwas versachlichen, zumindest bei Kunden, die Stabilität über Experimente stellen.

„KI-Panik“ drückt die Branche

Der Hintergrund der jüngsten Ausschläge ist ein breiter Ausverkauf im Software-Sektor. Seit Ende Januar hat sich die Sorge verstärkt, dass neue KI-Agenten – ausgelöst durch die Einführung von Anthropic-Tools („Claude Cowork“) – traditionelle SaaS-Geschäftsmodelle angreifen könnten.

Salesforce geriet damit in denselben Sog wie viele andere Softwarewerte. Erst der Kontrast aus sektorweiter Skepsis und dem großen Regierungsauftrag lieferte die Vorlage für eine Gegenbewegung.

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Wichtige Punkte im Überblick:
- Auftrag: Mehrjähriger Cloud- und KI-Vertrag der US-Armee (ca. 5,6 Mrd. US-Dollar)
- Nächster Kurstreiber: Zahlen zum Q4 und Gesamtjahr GJ 2026 am Mittwoch, 25. Februar 2026 (nach Börsenschluss)
- KI-Fokus: Investoren achten besonders auf messbare Fortschritte bei „Agentforce“

Nächster Prüfstein: Quartalszahlen am 25. Februar

Spätestens mit den Zahlen Ende des Monats muss Salesforce liefern. Der Markt wird nicht nur Umsatz und Gewinn bewerten, sondern vor allem greifbare Kennziffern zur eigenen KI-Initiative „Agentforce“. Im dritten Quartal hatte das Unternehmen 10,26 Mrd. US-Dollar Umsatz gemeldet (+9,1% zum Vorjahr) und ein Ergebnis je Aktie von 3,25 US-Dollar, jeweils über den Erwartungen.

Kursseitig bleibt die Lage dennoch angespannt: Die Aktie schloss gestern bei 199,44 US-Dollar und notiert damit rund 40% unter dem 52‑Wochen-Hoch – ein Bild, das zeigt, wie stark das Vertrauen zuletzt gelitten hat.

Am 25. Februar wird sich entscheiden, ob der US-Armee-Vertrag nur kurzfristig stützt – oder ob Salesforce mit belastbaren „Agentforce“-Signalen genug Substanz liefert, um die Erholung über den Termin hinaus zu tragen.

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