Salesforce Aktie: Milliarden-Deal gegen KI-Sorgen
Salesforce steht zwischen zwei Polen: Während der Software-Sektor unter massivem Druck durch KI-Konkurrenz leidet, sichert sich der CRM-Gigant einen 5,6 Milliarden Dollar schweren Großauftrag der US-Armee. Die Aktie schwankt heftig – Anleger fragen sich, ob das Geschäftsmodell der Zukunft standhält.
Der Nasdaq verlor vergangene Woche über 2 Prozent, Salesforce und ServiceNow gehörten zu den am stärksten getroffenen Titeln. Auslöser: Anthropic präsentierte neue KI-Plug-ins für seinen Claude-Chatbot, die Aufgaben automatisieren, für die Unternehmen bislang teure Software-Plattformen benötigten.
Software-Branche unter Beschuss
Die Enterprise-Software-Branche erlebte einen der schärfsten Einbrüche seit Jahren. IG-Marktstratege Chris Beauchamp sprach davon, dass KI-Unternehmen „ihre Panzer auf dem Rasen" der etablierten Anbieter parkten. Die Sorge: Traditionelle Software-Geschäftsmodelle könnten obsolet werden, wenn KI-Tools dieselben Funktionen günstiger und effizienter liefern.
Datenanalyse-Anbieter, Dienstleister und Software-Konzerne verzeichneten global deutliche Kursverluste. Die Frage nach der Zukunftsfähigkeit klassischer Enterprise-Lösungen steht im Raum.
US-Armee setzt auf Salesforce-Cloud
Der Kontrast könnte kaum größer sein: Salesforce schloss einen 10-Jahres-Vertrag mit der US-Armee über 5,6 Milliarden Dollar ab. Die Streitkräfte setzen auf Salesforce-Cloud und KI-Tools zur Modernisierung ihrer Operationen.
Der Deal zeigt: Die Nachfrage nach Salesforce-Plattformen besteht weiter – zumindest bei Großkunden mit langfristigen Modernisierungsprojekten. Das Geschäft mit Behörden und Institutionen könnte sich als stabilerer Anker erweisen als ursprünglich gedacht.
Agentforce wächst schnell
Die hauseigene KI-Offensive zeigt Wirkung. Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 (Ende November 2025) legte Salesforce solide Zahlen vor:
- Agentforce und Data 360 ARR: Knapp 1,4 Milliarden Dollar (+114% im Jahresvergleich)
- Agentforce standalone ARR: 540 Millionen Dollar (+330%)
- Zahlende Agentforce-Kunden: Über 9.500 (+50% zum Vorquartal)
- Q3-Umsatz: 10,26 Milliarden Dollar (+9,1%)
- Remaining Performance Obligation: 59,5 Milliarden Dollar (+12%)
Über 50 Prozent der Agentforce-Buchungen stammen von Bestandskunden, die zusätzliche Credits kaufen. Das Produkt entwickelt sich zum am schnellsten wachsenden organischen Geschäftsfeld des Konzerns.
Zahlen am 25. Februar
Am 25. Februar 2026 nach Börsenschluss folgen die Ergebnisse für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2026. Die Konferenzschaltung beginnt um 23 Uhr deutscher Zeit.
Investoren erwarten Klarheit darüber, ob Agentforce das Momentum halten kann und wie Salesforce sich gegen die schnell vorrückende KI-Konkurrenz positioniert. Zudem stehen Führungswechsel bei den übernommenen Einheiten Tableau und Slack an – ein Zeichen für strategische Anpassungen unter Wettbewerbsdruck.
Der Quartalsbericht wird zeigen, ob Salesforce die Balance zwischen traditionellem Software-Geschäft und KI-Innovation findet – oder ob die Sorgen der Märkte berechtigt sind.
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