Microsoft Aktie: Marktanforderungen angepasst
Die Aktie des Softwarekonzerns verlor nach der Zahlenvorlage Ende Januar massiv an Boden – ein Minus von knapp 10 Prozent an einem einzigen Handelstag. Zwar legte Microsoft im Quartal bei Umsatz und Gewinn zu, doch das Wachstumstempo ließ nach. Vor allem die explodierenden Kosten für den KI-Ausbau sorgen für Nervosität unter Anlegern.
Die Analystengemeinde reagiert gespalten. Melius Research stufte die Aktie von "Buy" auf "Hold" ab und senkte das Kursziel auf 430 Dollar. Analyst Ben Reitzes warnt vor zunehmendem Druck auf den freien Cashflow. Auch JPMorgan und Goldman Sachs reduzierten ihre Kursziele – auf 550 beziehungsweise 600 Dollar. Die Begründung: Kapazitätsengpässe bremsen das Azure-Geschäft, der Umsatzausblick für das laufende Quartal enttäuscht.
Piper Sandler hält dagegen
Ganz anders sieht es Billy Fitzsimmons von Piper Sandler. Er bezeichnet Microsoft als "vielleicht bestes reines KI-Unternehmen" und verweist auf eine aktuelle CIO-Umfrage, in der sich Führungskräfte zunehmend positiv zu Azure und Copilot äußern. Der Analyst betrachtet den Kursrücksetzer als Kaufgelegenheit. Auch RBC Capital bleibt bei "Outperform" und einem Kursziel von 640 Dollar – Microsoft sei der "Top Pick".
Insgesamt zeigen sich 32 von 36 Analysten weiterhin kaufwillig. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 593 Dollar, was einem Aufwärtspotenzial von über 43 Prozent entspricht. Zum Vergleich: Die Aktie notiert aktuell bei 413,60 Dollar.
Trump mischt sich ein
Parallel dazu steigt der politische Druck. Die Trump-Regierung fordert von den Tech-Giganten – darunter Microsoft, Amazon und Alphabet – Zusagen, dass der rasante Ausbau der KI-Rechenzentren weder die Strompreise für Haushalte in die Höhe treibt noch Wasserressourcen und öffentliche Netze überlastet. Eine freiwillige Vereinbarung soll die Kosten im Zaum halten.
Gleichzeitig plant die US-Regierung laut Financial Times, die großen KI-Player von kommenden Chip-Zöllen auszunehmen – sofern sie ihre Investitionszusagen einhalten. Die Ausnahmen sollen an Verpflichtungen geknüpft sein, die im Zusammenhang mit den 165 Milliarden Dollar stehen, die TSMC in US-Fabriken steckt.
Schuldenmarkt in Hochform
Derweil boomt der Anleihenmarkt. Die fünf großen Hyperscaler – Amazon, Google, Meta, Microsoft und Oracle – gaben 2025 Bonds im Volumen von 121 Milliarden Dollar aus. Analysten von Morgan Stanley erwarten für 2026 allein bei den KI-Unternehmen Emissionen von bis zu 400 Milliarden Dollar. Alphabet legte am Montag mit 20 Milliarden Dollar vor, Oracle hatte Anfang Februar bereits 25 Milliarden Dollar aufgenommen. Das Geld fließt direkt in Rechenzentren und Prozessoren – der Wettlauf um KI-Kapazitäten verschlingt Unsummen.
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