Die Krypto-Börse Coinbase steht vor einem kritischen Termin: Am Donnerstag, 12. Februar, legt das Unternehmen seine Zahlen für das vierte Quartal 2025 vor. Die Aktie handelt deutlich unter ihren gleitenden Durchschnitten – ein Spiegelbild der schwachen Verfassung am gesamten Kryptomarkt. Analysten erwarten für das Quartal einen Gewinn von 1,15 Dollar je Aktie bei Erlösen von etwa 1,85 Milliarden Dollar.

Die wichtigsten Fakten:

  • Quartalszahlen am 12. Februar nach Börsenschluss, Webcast um 23:30 Uhr deutscher Zeit
  • Analysten rechnen mit 1,15 Dollar Gewinn je Aktie – weniger als im Vorjahr
  • Aktie verlor in fünf Handelstagen rund 11 Prozent
  • Bitcoin-Schwäche belastet weiterhin

Strategischer Umbau läuft

Besonders interessant wird der Blick auf die Umsatzstruktur. Analysten erwarten Abo- und Service-Erlöse von etwa 755 Millionen Dollar – ein Wachstum gegenüber dem Vorjahr. Die Handelsgebühren dürften dagegen auf rund 1,03 Milliarden Dollar zurückgehen. Das Handelsvolumen wird auf etwa 279 Milliarden Dollar geschätzt.

Dieser Umbau ist gewollt: Coinbase will sich bewusst unabhängiger von schwankenden Trading-Kommissionen machen. Ob die Rechnung aufgeht, zeigt sich am Donnerstag.

Rechtliche Risiken bleiben

Am 4. Februar verklagte der US-Bundesstaat Nevada die Börse. Vorwurf: Bestimmte Wettangebote auf Ereignisse verstoßen gegen lokales Recht. Für ein Unternehmen, das ohnehin in einem regulatorisch heiklen Umfeld operiert, ist das eine weitere Belastung.

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Gleichzeitig zeigt sich ein gemischtes Bild bei institutionellen Investoren. Cathie Woods ARK Invest kaufte bei Kursrückgängen zu, verkaufte aber am 6. Februar auch Positionen und schichtete zur Konkurrenz um.

Analysten uneinig

Die Meinungen gehen auseinander: Citigroup setzt ein Kursziel von 400 Dollar an, Cantor Fitzgerald liegt bei 221 Dollar. Etwa 70 Prozent der Analysten bleiben optimistisch, doch die jüngsten Kurszielrevisionen nach unten zeigen wachsende Vorsicht.

Baird startete die Coverage neutral und verwies auf Volumenrisiken sowie regulatorische Unsicherheit. BTIG senkte das Kursziel, lobte aber die Bemühungen zur Diversifikation.

Bitcoin bleibt der Taktgeber

Die Coinbase-Aktie folgt weiterhin eng den Kryptowährungen. Bitcoin bewegte sich zuletzt um die 70.000-Dollar-Marke – weit entfernt von früheren Höchstständen. Am 9. Februar zeigte die sogenannte Coinbase-Prämie erstmals seit einem Monat wieder einen positiven Ausschlag, was auf erhöhte US-Nachfrage hindeutet.

Der Aktienkurs schloss am 9. Februar bei 167,25 Dollar, ein Plus von 1,29 Prozent an diesem Tag. Doch der übergeordnete Trend bleibt schwach: Die Aktie handelt seit November unter dem 50-Tage-Durchschnitt.

Was Investoren beachten sollten

Die Quartalszahlen dürften zeigen, ob Coinbase den strategischen Umbau erfolgreich vorantreibt. Entscheidend wird sein, wie stark die Abo- und Service-Erlöse wachsen und ob sie die schwächeren Handelsgebühren kompensieren können. Zudem wird der Ausblick des Managements Aufschluss darüber geben, wie das Unternehmen die anhaltende Regulierungsunsicherheit einschätzt. Der Earnings Call startet am 12. Februar um 23:30 Uhr deutscher Zeit.

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