RWE Aktie: Rückzug und Offensive
RWE vollzieht eine deutliche geographische Rotation im Portfolio und sendet damit ein klares Signal an die Investoren. Während der Energieversorger in Großbritannien mit einem Milliardenprojekt die Offshore-Kapazitäten massiv ausbaut, bricht er seine Zelte in Skandinavien weitgehend ab. Dieser Doppelschlag verdeutlicht, wo der Konzern künftig profitables Wachstum sieht – und wo die Geduld am Ende ist.
Fokus auf die Nordsee
In britischen Gewässern schafft der Konzern Fakten. Für das Projekt Norfolk Vanguard West wurde ein verbindlicher Liefervertrag über 92 Turbinen mit dem Hersteller Vestas unterzeichnet. Das Vorhaben, das gemeinsam mit der Investmentgesellschaft KKR realisiert wird, soll eine Gesamtkapazität von 1,4 Gigawatt erreichen. Finanziell ist das Projekt durch staatlich garantierte Differenzverträge (CfD) zu 91,20 Pfund pro Megawattstunde abgesichert, was die Einnahmenseite bis zur geplanten Inbetriebnahme 2029 kalkulierbar macht.
Ganz anders stellt sich die Lage in Skandinavien dar. RWE verkauft den Großteil seiner schwedischen Anlagen an Aneo AS und begründet dies ungewöhnlich offen: Der Ausbau der Erneuerbaren gehe zu langsam voran, zudem herrsche politische Unsicherheit. Der Konzern zieht hier die Reißleine und konzentriert seine Ressourcen und das Kapital lieber auf Märkte mit verlässlicheren Rahmenbedingungen.
Starke Performance und Analysten-Votum
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Die strategische Schärfung wird vom Markt honoriert. Die Aktie notierte zum Handelsende gestern bei 51,72 Euro. Damit liegt das Papier seit Jahresanfang 10,39 Prozent im Plus, auf Sicht von zwölf Monaten hat sich der Kurs mit einem Zuwachs von knapp 71 Prozent sogar massiv gesteigert. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch ist mit weniger als 5 Prozent gering, was die aktuelle Stärke des Trends unterstreicht.
Unterstützt wird die Kursentwicklung durch ein laufendes Aktienrückkaufprogramm. Auch Analysten bewerten den Fokus auf langfristige Verträge positiv. Die Experten der Deutschen Bank sehen mit einem Kursziel von 55 Euro noch moderates Potenzial, während JPMorgan die robuste Kapazitätsdynamik hervorhebt.
RWE setzt konsequent auf Märkte mit verlässlichen Renditen und scheut sich nicht vor harten Einschnitten in schwierigen Regionen. Mit der finalen Investitionsentscheidung für das britische Offshore-Projekt, die für den Sommer 2026 angesetzt ist, steht der nächste operative Meilenstein bereits fest. Diese klare Allokation der Mittel dürfte die Margenqualität des Versorgers mittelfristig stützen.
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