Nasdaq 100: Risiko raus
Der Tech-Index hat zum Wochenstart deutlich nachgegeben – und diesmal kamen gleich mehrere Belastungsfaktoren zusammen. Im Mittelpunkt standen Sorgen, dass neue KI-Tools etablierte Software- und Cybersecurity-Anbieter unter Druck setzen könnten. Gleichzeitig kehrte die Zoll-Unsicherheit zurück und drehte die Risikostimmung weiter nach unten.
Am Ende schloss der Nasdaq 100 gestern 1,26% tiefer bei 24.698,20 Punkten. Der VIX sprang auf 20,60 und damit über die vielbeachtete 20er-Marke – ein klares Signal für gestiegene Absicherungsnachfrage.
KI-Sorgen treffen Software – IBM stürzt ab
Der Verkaufsdruck setzte früh ein und verstärkte sich vor allem in Software- und Cybersecurity-Werten. Auslöser war die am Freitag vorgestellte Sicherheitslösung „Claude Code Security“ von Anthropic, die Code automatisch nach Schwachstellen durchsuchen kann. An der Börse kam sofort die Frage auf, ob das mittelfristig Teile des bisherigen Cybersecurity-Softwaremarkts kannibalisiert.
Besonders hart traf es IBM: Die Aktie brach um 13,15% auf 223,35 US-Dollar ein. Hintergrund war eine separate Anthropic-Ankündigung, wonach „Claude Code“ auch die Modernisierung von COBOL automatisieren könne – ein Bereich, der als wichtig für IBMs Legacy-Services gilt. Laut Quelle war es IBMs schlechtester Handelstag seit Oktober 2000.
Auch bekannte Namen aus dem Security- und Observability-Umfeld gerieten kräftig unter die Räder: Datadog verlor 11,28%, Zscaler 10,34% und CrowdStrike 9,85% (nach bereits -7,95% am Freitag). AppLovin rutschte 9,09% ab.
Breiter Rückzug aus Risiko – Zölle als zweiter Belastungsfaktor
Neben dem KI-Thema sorgte die Handelspolitik erneut für Unruhe. Präsident Trump reagierte am Wochenende auf ein Urteil des Supreme Court, das seine wechselseitigen Zölle gekippt hatte. Er brachte stattdessen einen pauschalen Importzoll von 15% ins Spiel. Zwar versuchte der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer zu beruhigen und stellte bestehende bilaterale Abkommen in Aussicht. Aus Europa kamen jedoch Gegenakzente: Der Vorsitz im Handelsausschuss des EU-Parlaments schlug vor, das EU–US-Abkommen zu pausieren und sprach von „pure tariff chaos“.
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Im „Flight to Safety“ sank die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen leicht auf 4,08%. Der Dollar-Index gab 0,20% nach. Gold-Futures sprangen um 2,96% auf 5.231,44 US-Dollar je Unze, Silber-Futures legten um 5,58% zu.
Technik: Unter wichtigen Durchschnitten
Mit dem Schlusskurs liegt der Nasdaq 100 laut Daten klar unter den zentralen gleitenden Durchschnitten: rund 280 Punkte unter dem 50-Tage-, etwa 608 Punkte unter dem 100-Tage- und rund 731 Punkte unter dem 200-Tage-Schnitt. Der RSI(14) lag bei etwa 39 und näherte sich damit dem überverkauften Bereich, ohne Extremwerte zu erreichen. MACD und ADX deuteten im Text weiter auf einen etablierten Abwärtstrend hin.
Als Unterstützung wurde 24.519 genannt. Darunter rückt 24.387 (Tief der Vorwoche) in den Fokus, anschließend die psychologische 24.000. Auf der Oberseite gilt die Zone 24.920 bis 25.000 als Widerstand.
Zum Handelsbild passt auch die schwache Marktbreite: An der Nasdaq überwogen die Verlierer gegenüber den Gewinnern im Verhältnis 2,29 zu 1. Zudem standen 67 neue 52-Wochen-Hochs 264 neuen Tiefs gegenüber. Das US-Gesamtvolumen lag mit 18,39 Mrd. Aktien unter dem 20-Tage-Schnitt (20,62 Mrd.).
Was heute wichtig wird
Heute richtet sich der Blick auf zwei Termine: Anthropic plant ein Enterprise-Briefing mit Produktneuigkeiten, das die Nervosität im Security-Sektor verlängern – oder mit mehr Klarheit auch dämpfen – könnte. Außerdem rücken Nvidias Zahlen am Mittwoch als nächster großer Impulsgeber näher. Im nachbörslichen Handel lagen die Futures laut Text nahe unverändert; entscheidend bleiben kurzfristig die Marken 24.519 (Support) und 25.000 (Widerstandszone).
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