Nach einem fulminanten Start in das Börsenjahr 2026 gerät der Höhenflug der RWE-Aktie ins Stocken. Während der Energiekonzern operativ Gas gibt und massiv eigene Aktien vom Markt nimmt, zieht eine einflussreiche US-Investmentbank die Reißleine. Ist das kürzlich erreichte 15-Jahres-Hoch bereits das Ende der Fahnenstange oder nur eine gesunde Verschnaufpause für den DAX-Titel?

Analysten sehen Potenzial ausgereizt

Der jüngste Rücksetzer auf aktuell 51,86 Euro lässt sich primär auf eine Neubewertung durch Bernstein Research zurückführen. Die Analysten stuften den Titel von „Outperform“ auf „Market-Perform“ herab und sorgten damit für Ernüchterung bei den Anlegern. Die Begründung ist fundamentaler Natur: Nach einem beeindruckenden Kursanstieg von fast 60 Prozent im Jahr 2025 sei das Wachstumspotenzial schlichtweg eingepreist.

Zwar wurde das Kursziel auf 55 Euro angehoben, doch da die Aktie dieses Niveau Anfang Februar fast erreicht hatte, sieht Bernstein kaum noch Luft nach oben. Das Chance-Risiko-Verhältnis hat sich nach Einschätzung der Experten neutralisiert, was den heutigen Kursrückgang von 1,67 Prozent erklärt.

Konsequenter Aktienrückkauf

Ungeachtet der kurzfristigen Marktstimmung setzt das Management seine langfristige Kapitalstrategie fort. Allein in der vergangenen Woche erwarb der Konzern knapp 400.000 eigene Anteile über die Handelsplattform Xetra. Seit Beginn der dritten Tranche im Dezember summiert sich die Zahl der zurückgekauften Papiere auf über 4,1 Millionen.

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Diese stetige Nachfrage durch das Unternehmen selbst wirkt zwar technisch stützend, konnte jedoch nicht verhindern, dass die Aktie den Abstand zum 50-Tage-Durchschnitt auf nur noch gut drei Prozent verringerte.

Operative Weichenstellung

Abseits des Börsenparketts treibt RWE die Transformation voran. Neue strategische Partnerschaften mit ADNOC und Masdar sichern dem Konzern langfristige LNG-Lieferungen und forcieren den Ausbau von Batteriespeicherkapazitäten in Deutschland. Diese Schritte sollen das Geschäftsmodell wetterfest machen, auch wenn europäische Versorgeraktien zuletzt durch Diskussionen um den EU-Emissionshandel generell unter Druck standen.

Der Fokus der Investoren richtet sich nun auf den 12. März 2026. Mit der Veröffentlichung des Geschäftsberichts erwarten Marktbeobachter auch ein Update zur Investitionsstrategie. Bestätigt RWE die geplanten Netto-Investitionen von 35 Milliarden Euro, könnte dies neue Impulse liefern und zeigen, ob die aktuelle Konsolidierung lediglich eine technische Korrektur im langfristigen Aufwärtstrend ist.

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