RWE zieht beim Offshore-Ausbau in Großbritannien das Tempo an. Ein großer Turbinenauftrag für den Windpark „Vanguard West“ untermauert die Pipeline – doch der wirklich entscheidende Schritt kommt erst im Sommer mit der finalen Investitionsentscheidung. Was heißt das konkret für die nächsten Meilensteine?

Vestas liefert für „Vanguard West“

Der Konzern hat am 20. Februar einen Turbinenliefervertrag mit Vestas für „Vanguard West“ vor der Küste von Norfolk bestätigt. Geplant sind 92 Offshore-Turbinen vom Typ V236-15.0 MW, inklusive Installation und Inbetriebnahme.

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In Summe kommt das Projekt auf 1,38 Gigawatt. Nach Fertigstellung soll der Windpark laut RWE genug Strom liefern, um rund 1,5 Millionen britische Haushalte pro Jahr zu versorgen. Der Standort liegt mehr als 45 Kilometer vor der Küste von Norfolk (Ostanglien).

Zeitplan: FID im Sommer, Start 2029

Als nächster Prüfstein gilt die finale Investitionsentscheidung (FID), die RWE für den Sommer 2026 anpeilt. Die Inbetriebnahme ist für 2029 vorgesehen. Entwickelt wird „Vanguard West“ im Rahmen einer Partnerschaft mit KKR, das 50% am Vorhaben hält.

Der Deal folgt auf die britische Allocation Round 7 (AR7): RWE hatte für das Projekt Contracts for Difference (CfDs) gesichert. Zudem erhielt das Unternehmen im Januar 2026 CfDs für insgesamt 6,9 GW Offshore-Windkapazität in Großbritannien. Am 10. Februar kamen in derselben Auktionsrunde weitere CfDs für 290 MW Solar- und Onshore-Wind hinzu.

„Vanguard West“ ist außerdem Teil der „Norfolk Wind Zone“ mit drei Projekten (Vanguard West, Vanguard East, Norfolk Boreas) mit jeweils rund 1,4 GW geplanter Leistung. RWE hatte die genehmigten Projekte im Dezember 2023 von Vattenfall erworben (Abschluss im März 2024). Laut Projektportal läuft der Bau einer gemeinsamen Onshore-Kabeltrasse bereits, der Offshore-Bau soll Anfang 2027 starten.

Aktienrückkauf läuft weiter

Parallel setzt RWE das laufende Rückkaufprogramm fort: Zwischen dem 9. und 13. Februar wurden 397.824 eigene Aktien über Xetra zurückgekauft. Seit Start der dritten Tranche am 3. Dezember 2025 summiert sich das Volumen auf 4.141.830 Aktien mit einem Gesamtwert von rund 199,8 Millionen Euro.

An der Börse zeigte sich zuletzt Stabilität: Am Freitag schloss die Aktie bei 51,80 Euro und liegt damit rund 4,7% unter dem 52‑Wochen‑Hoch von 54,36 Euro (11.02.2026). Auf 12‑Monats‑Sicht steht dennoch ein Plus von gut 80% zu Buche – ein Hinweis, wie stark der Markt den Ausbaukurs zuletzt eingepreist hat.

Am 12. März 2026 stehen zudem die Jahreszahlen 2025 auf dem Kalender – ein Termin, der die nächsten Updates zur Strategie und zur Projekt-Pipeline in den Vordergrund rücken dürfte.

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