Nach einem beeindruckenden Höhenflug folgt die Ernüchterung. Die RWE-Aktie markierte erst vor wenigen Tagen ein neues Zehnjahreshoch, doch am Freitag drückten kritische Analystenkommentare auf die Stimmung. Ist das Potenzial des Energieversorgers nach der starken Rallye der letzten Monate vorerst ausgeschöpft?

Korrektur trotz höherem Kursziel

Verantwortlich für den Rücksetzer ist eine Neubewertung durch das US-Analysehaus Bernstein Research. Die Experten stuften den DAX-Titel von „Outperform“ auf „Market-Perform“ ab. Die Begründung liefert der Chart selbst: Das Wachstumspotenzial sei nach der jüngsten Kursrallye mittlerweile eingepreist, weshalb sich Chancen und Risiken nun die Waage halten würden.

Interessanterweise ist die Herabstufung nicht rein pessimistisch zu werten. Bernstein hob gleichzeitig das Kursziel von 50 auf 55 Euro an, signalisiert damit aber begrenztes weiteres Aufwärtspotenzial auf dem aktuellen Niveau.

Uneinigkeit unter Experten

Der aktuelle Dämpfer beendet vorläufig einen dynamischen Aufwärtstrend, der die Aktie erst am 11. Februar auf den höchsten Stand seit zehn Jahren geführt hatte. Diese Bewegung wurde durch eine seit April 2025 anhaltende positive Tendenz gestützt.

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Nicht alle Marktbeobachter teilen jedoch die Zurückhaltung von Bernstein. Das Analysehaus Jefferies hält an seiner optimistischen Einschätzung fest und bestätigte die Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 61 Euro. Dies verdeutlicht die Diskrepanz bei der Bewertung der weiteren Kursfantasie.

Sentiment dominiert Nachrichtenlage

Die Kursreaktion am Freitag zeigt, wie stark Analystenvoten die kurzfristige Wahrnehmung am Markt steuern können. Operative Meldungen spielten keine Rolle: Erfolge bei Auktionen für Solar- und Windprojekte in Großbritannien sowie Updates zum Aktienrückkaufprogramm liegen bereits einige Tage zurück und sind vom Markt verarbeitet.

Anleger stehen nun vor einer klassischen Konsolidierungssituation. Während die langfristige Trendstruktur durch den Rücksetzer noch nicht gefährdet ist, erzwingt die Bewertung durch Bernstein eine kurzfristige Atempause im Aufwärtslauf der RWE-Aktie.

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