Coinbase Aktie: Überraschungsrally
Coinbase liefert im vierten Quartal einen hohen Verlust und verfehlt die Erwartungen – trotzdem schießt die Aktie heute um mehr als 18% nach oben. Rückenwind kam vor allem von Analysten, die trotz gesenkter Kursziele an positiven Einstufungen festhalten. Wie passt das zusammen?
Das Wichtigste auf einen Blick:
- Q4-Verlust: 667 Mio. US-Dollar
- Umsatz Q4: 1,78 Mrd. US-Dollar (−5% ggü. Vorquartal, ca. −22% zum Vorjahr)
- Bereinigtes EBITDA Q4: 566 Mio. US-Dollar
- Cash-Position zum Jahresende: 11,3 Mrd. US-Dollar
- Aktienrückkäufe: 1,7 Mrd. US-Dollar bis Anfang Februar, plus 2 Mrd. US-Dollar neue Ermächtigung
Q4: Hoher Verlust, schwächere Aktivität
Unterm Strich meldete Coinbase für das vierte Quartal 2025 einen Nettoverlust von 667 Mio. US-Dollar – nach einem Gewinn im Vorjahresquartal. Haupttreiber waren laut Unternehmen unrealisierte Bewertungsverluste: 718 Mio. US-Dollar entfielen auf das Krypto-Investmentportfolio. Zusätzlich belastete ein Verlust von 395 Mio. US-Dollar aus strategischen Investments, darunter die Beteiligung an Circle.
Auch operativ zeigte sich eine Abkühlung. Der Gesamtumsatz lag bei 1,78 Mrd. US-Dollar. Die Transaktionserlöse sanken auf 983 Mio. US-Dollar (−6% gegenüber dem Vorquartal). Abo- sowie Serviceerlöse fielen auf 727 Mio. US-Dollar (−3%).
Auffällig: Die Erlöse aus Transaktionen von Privatkunden gingen um 13% zum Vorquartal zurück. Coinbase verwies dabei auf eine Verschiebung hin zu gebührenärmerem Advanced Trading sowie auf eine stärkere Nutzung durch Coinbase-One-Abonnenten.
Gesamtjahr: Wachstum, aber Gebührenanteil sinkt
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Für das Gesamtjahr 2025 weist Coinbase 7,2 Mrd. US-Dollar Umsatz aus, ein Plus von 9% gegenüber dem Vorjahr. Als Lichtblick hob das Unternehmen die Abo- und Serviceumsätze hervor: 2,8 Mrd. US-Dollar, +23% zum Vorjahr. Zudem seien diese Erlöse deutlich über dem Niveau des vorherigen Zyklus-Hochs aus 2021 gelegen.
Gleichzeitig zeigt sich der Umbau des Geschäftsmodells in der Umsatzstruktur: Handelsgebühren machten 56% der Erlöse 2025 aus, nach 61% im Jahr 2024.
Analysten und Management: Positiv, aber Kursziele runter
Mehrere Häuser blieben nach den Zahlen bei positiven Ratings, reduzierten jedoch überwiegend ihre Kursziele. Bernstein hielt an „Outperform“ fest und nannte 440 US-Dollar als Kursziel. BTIG senkte auf 280 (von 340), Needham auf 230 (von 290), Canaccord Genuity auf 300 (von 400). Barclays blieb bei „Equal Weight“ und reduzierte das Kursziel deutlich auf 148 (von 258).
CEO Brian Armstrong zeigte sich in der Telefonkonferenz zuversichtlich für 2026. Er sagte, Coinbase sei „best positioned“, um Chancen im Jahr 2026 zu nutzen. Zudem betonte er, auf der Plattform lägen inzwischen mehr als 12% der weltweit vorhandenen Kryptowährungen. Für 2026 nannte er drei Schwerpunkte: Ausbau des „Everything Exchange“-Konzepts (inklusive Krypto, Aktien, Prognosemärkte und Rohstoffe), Skalierung von Stablecoins und Payments sowie schnellere DeFi-Integrationen.
Finanziell meldete Coinbase zum Jahresende 11,3 Mrd. US-Dollar an Barmitteln und Cash-Äquivalenten. Zudem kaufte das Unternehmen bis Anfang Februar Aktien für rund 1,7 Mrd. US-Dollar zurück und genehmigte weitere 2 Mrd. US-Dollar. CFO Alesia Haas ergänzte, Coinbase habe nun 12 Quartale in Folge ein positives bereinigtes EBITDA erzielt; im vierten Quartal lag es bei 566 Mio. US-Dollar.
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