Netflix Aktie: Aktivist blockiert Warner-Deal
Netflix steht vor einer unerwarteten Hürde beim 82,7 Milliarden Dollar schweren Übernahmeversuch von Warner Bros. Discovery. Der Aktivist Ancora Holdings hat sich mit einem 200-Millionen-Dollar-Paket eingekauft und stellt sich gegen die Transaktion. Stattdessen unterstützt die Investmentfirma das konkurrierende Angebot von Paramount Skydance.
Ancora fordert Neuverhandlung
Ancora Holdings, das über ein verwaltetes Vermögen von 11 Milliarden Dollar verfügt, kündigte am 11. Februar 2026 an, gegen den Netflix-Deal zu stimmen. Der Vorwurf: Das Board von Warner Bros. habe nicht ausreichend mit Paramount über dessen Komplett-Angebot verhandelt, das auch Kabelsparten wie CNN und TNT einschließt.
Die Aktivistengruppe will auf der Aktionärsversammlung im April mit Nein stimmen – es sei denn, das Board ändert seine Position. Eine deutliche Kampfansage an den Streaming-Riesen aus Los Gatos.
Paramount legt nach
Einen Tag zuvor hatte Paramount Skydance sein Angebot nachgebessert. Ohne den Preis von 30 Dollar je Aktie zu erhöhen, fügte der Konkurrent attraktive Zusatzkonditionen hinzu:
- Vierteljährliche Gebühr: 25 Cent pro Aktie ab 2027, entspricht rund 650 Millionen Dollar je Quartal
- Übernahme der Vertragsstrafe: Die 2,8 Milliarden Dollar, die Warner Bros. an Netflix zahlen müsste, trägt Paramount
- Verlängerte Angebotsfrist: Bis 20. Februar
Das Warner-Board bleibt dennoch bei seiner Empfehlung für Netflix. Mehr als 93 Prozent der Aktionäre hätten das Paramount-Angebot bereits abgelehnt, heißt es aus Unternehmenskreisen.
Kurs unter Druck
Die Netflix-Aktie reagiert nervös auf die Unsicherheit. Am 10. Februar schloss das Papier bei 82,21 Dollar. Allein im Januar verlor die Aktie 11 Prozent, nachdem das Bietergefecht eskalierte. Anfang Februar markierte der Titel mit 79,23 Dollar ein 52-Wochen-Tief – weit entfernt vom Höchststand im Juni 2025.
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Die Investoren kalkulieren offenbar ein erhöhtes Risiko ein, dass der Deal scheitern oder teurer werden könnte.
Kartellbehörden prüfen intensiv
Beide Bieter stehen unter behördlicher Beobachtung. Netflix-Chefunterhändler Clete Willems bezeichnete am 9. Februar in einem Interview mit Fox Business Network die laufende Untersuchung des Justizministeriums als „normalen Prozess" bei Fusionen dieser Größenordnung.
Die Warner-Aktionäre entscheiden voraussichtlich zwischen Ende März und Anfang April über den Netflix-Deal. Der Streaming-Konzern hatte sein ursprüngliches Misch-Angebot am 20. Januar in ein reines Cash-Angebot zu 27,75 Dollar je Aktie umgewandelt.
Die wichtigsten Eckdaten:
- Netflix-Angebot: 27,75 Dollar je Aktie (82,7 Milliarden Dollar Unternehmenswert)
- Paramount-Angebot: 30 Dollar je Aktie (108,4 Milliarden Dollar gesamt)
- Vertragsstrafe bei Scheitern: 2,8 Milliarden Dollar
- Ancora-Beteiligung: rund 200 Millionen Dollar
Entscheidung rückt näher
Der Kampf um Warner Bros. Discovery und dessen hochwertige Franchises – von Game of Thrones über Harry Potter bis zum DC-Universum – geht in die finale Phase. In den kommenden Wochen fällt die Entscheidung, welcher Medienkonzern sich die begehrten Content-Assets sichert. Für Netflix steht viel auf dem Spiel: Ein Scheitern würde nicht nur 2,8 Milliarden Dollar kosten, sondern auch strategische Ambitionen im Unterhaltungsmarkt gefährden.
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