RWE sammelt in Großbritannien weitere Bausteine für sein Erneuerbaren-Portfolio ein – und bekommt damit planbarere Erlöse für neue Projekte. Gleichzeitig warnt Konzernchef Markus Krebber vor einem Thema, das den Ausbau zunehmend ausbremst: fehlende Netzkapazitäten. Wie viel Rückenwind geben die neuen Zuschläge der Strategie bis zum Update im März?

Die Fakten im Überblick

  • Zuschläge in der britischen CfD-Auktion (Mitteilung vom 10. Februar 2026) für insgesamt 291 Megawatt
  • Solar: 5 Projekte, 215 MW bei 65,23 Pfund/MWh
  • Onshore-Wind: 3 Projekte, 76 MW bei 72,24 Pfund/MWh
  • CfD-Preise inflationsindexiert (auf 2024er Preisniveau bezogen) und als zweiseitige Differenzverträge angelegt
  • Aktienrückkaufprogramm läuft weiter: bis zu 1,5 Mrd. Euro, beschlossen im November 2024, Laufzeit 18 Monate
  • Nächste Termine: Quartalszahlen am 12. März 2026, Strategie-Update Mitte März 2026

Zuschläge sichern planbare Erlöse

Im Kern geht es bei den Contracts-for-Difference (CfD) um Planungssicherheit. Die zweiseitigen Differenzverträge sollen die Erlöse aus der Stromerzeugung stabilisieren – ein wichtiger Punkt, wenn neue Kapazitäten finanziert und gebaut werden müssen. RWE ergänzt damit seine UK-Pipeline: Erst vor knapp einem Monat hatte der Konzern bereits bei der britischen Offshore-Auktion mit fünf Entwicklungsprojekten Zuschläge erhalten.

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Auch an der Börse spiegelt sich die stabile Ausgangslage zumindest technisch wider: Mit 54,22 Euro notiert die Aktie heute nur knapp unter dem 52‑Wochen‑Hoch von 54,48 Euro und liegt deutlich über dem 50‑Tage‑Durchschnitt (49,22 Euro).

Netzausbau wird zum Nadelöhr

Auf der Energiemesse E-world in Essen rückte Krebber am selben Tag ein strukturelles Problem in den Mittelpunkt: Der Netzausbau werde zunehmend zum Engpass für die Transformation des Energiesystems. Betroffen seien laut ihm sowohl neue Datencenter als auch neue Erzeugungskapazitäten – beide hätten mit langen Anschlusszeiten zu kämpfen. Sein Punkt ist klar: Ohne schnelleren und kosteneffizienten Ausbau der Netze kommt der Ausbau der Erneuerbaren langsamer voran, egal wie viele Projekte bereitstehen.

Internationale Pipeline als strategischer Hebel

Krebber betonte zudem die globale Aufstellung. Ein langsamerer Ausbau in Deutschland hätte nach seinen Angaben „null Auswirkungen“ auf RWE, weil der Konzern weltweit über mehr Projekte verfüge, als er finanzieren könne. Wenn Investitionsbedingungen in Deutschland unattraktiver würden, könnte RWE Kapital stärker in andere Regionen lenken – die UK-Zuschläge passen damit ins Bild einer international austarierten Projektpipeline.

Bis zur nächsten Wegmarke ist der Fahrplan gesetzt: Am 12. März 2026 folgen die Quartalszahlen, Mitte März das Strategie-Update. Dann dürfte sich zeigen, wie RWE die jüngsten UK-Erfolge und die Netzausbau-Hürden in seine Prioritäten für die kommenden Jahre übersetzt.

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