Rolls-Royce war der unangefochtene Börsen-Star der letzten drei Jahre mit unglaublichen Kursgewinnen von über 1.000 Prozent. Doch im November 2025 weicht die Euphorie plötzlich einer spürbaren Ernüchterung: Gewinnmitnahmen und Sorgen um die sportliche Bewertung schicken den Kurs auf Talfahrt. Ist das nun das Ende der spektakulären Aufwärtsbewegung oder bietet der Rücksetzer eine seltene Einstiegschance?

Katerstimmung nach Rekordlauf

Die Luft wird dünner für den britischen Triebwerksbauer. Nach einer beispiellosen Rallye befindet sich die Aktie in einer klaren Korrekturphase und hat seit den Jahreshöchstständen deutlich an Boden verloren. Allein im November mussten Anleger einen Rücksetzer von über 13 Prozent verkraften.

Verantwortlich für den Kursrutsch sind primär Gewinnmitnahmen. Das technische Bild hat sich eingetrübt: Die Ausbildung eines sogenannten "Double-Top"-Musters signalisiert Charttechnikern oft eine Trendwende. Zudem drückt die Branchenstimmung – auch Konkurrenten wie GE Aerospace und Safran kämpfen aktuell mit Abgaben.

Operativ unter Volldampf

Doch während der Aktienkurs schwächelt, laufen die Geschäfte operativ besser denn je. CEO Tufan Erginbilgic bestätigte die Prognose für das Gesamtjahr 2025 und peilt weiterhin einen operativen Gewinn zwischen 3,1 und 3,2 Milliarden Pfund an. Die Diskrepanz zwischen fallendem Kurs und starken Fundamentaldaten ist offensichtlich.

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Die wichtigsten Treiber im Überblick:
* Erholung im Flugverkehr: Die Flugstunden der großen Triebwerke liegen mittlerweile bei 109 Prozent des Niveaus von 2019 – ein klares Signal der Stärke.
* Volle Auftragsbücher: Große Bestellungen von Airlines wie IndiGo und Malaysia Airlines stützen das Geschäft.
* Bilanzverbesserung: Die Ratingagentur S&P Global hat die Kreditwürdigkeit auf BBB+ heraufgestuft.

Bewertung bereitet Sorgen

Das "Haar in der Suppe" finden Skeptiker in der Bewertung. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von rund 37 ist die Aktie im Vergleich zum FTSE 100-Durchschnitt (KGV 18) teuer bezahlt. Anleger stellen sich die Frage, ob das enorme Wachstumspotenzial diesen Aufschlag noch rechtfertigt.

Zusätzlich belasteten zuletzt Berichte über mögliche Friedensgespräche in der Ukraine die Stimmung im Verteidigungssektor ("Defence"). Obwohl die Auftragsbücher hier voll sind, reagieren Anleger nervös auf geopolitische Entspannungssignale.

Am Freitag schloss das Papier bei 12,28 Euro und nähert sich damit wichtigen Unterstützungszonen. Analysten bleiben indes überwiegend optimistisch und sehen in den Bereichen Datenzentren und modulare Atomreaktoren (SMR) weiterhin massive Wachstumstreiber, die das hohe Bewertungsniveau langfristig rechtfertigen könnten.

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