Rolls-Royce zeigt, wie schnell sich ein Industriekonzern drehen kann, wenn operative Stärke und Kapitalrückflüsse zusammenkommen. Die Jahreszahlen 2025 fielen deutlich besser aus – und obendrauf legt das Unternehmen eines der größten Rückkaufprogramme der britischen Börsengeschichte auf. Was steckt hinter diesem neuen Selbstbewusstsein?

Gewinnsprung – und zwar breit getragen

Im Geschäftsjahr 2025 stieg der zugrunde liegende operative Gewinn auf 3,46 Mrd. Pfund nach 2,46 Mrd. Pfund im Vorjahr. Die operative Marge kletterte auf 17,3% (2024: 13,8%). Auch der Umsatz legte organisch um 14% auf 20,06 Mrd. Pfund zu. Unterm Strich zeigt das: Die Verbesserungen kommen nicht nur über mehr Geschäft, sondern auch über bessere Profitabilität.

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Besonders wichtig für Anleger: Der Cashflow zog kräftig an. Der freie Cashflow erreichte 3,27 Mrd. Pfund und lag damit 845 Mio. Pfund über dem Vorjahr. Dadurch baute Rolls-Royce seine Nettoliquidität zum Jahresende auf 1,9 Mrd. Pfund aus (Ende 2024: 475 Mio. Pfund). Genau diese Cash-Stärke ist die Basis für die nächsten Schritte.

Drei Sparten, ein gemeinsamer Nenner

Die Dynamik kam aus allen drei Divisionen:

  • Civil Aerospace wuchs beim Umsatz um 15% auf 10,38 Mrd. Pfund. Die Marge stieg auf 20,5% (2024: 16,6%) – getrieben durch ein stärkeres Aftermarket-Geschäft bei großen Triebwerken sowie bessere Profitabilität bei Ersatztriebwerken.
  • Power Systems legte beim Umsatz um 19% auf 4,89 Mrd. Pfund zu, Marge: 17,4%. Treiber war laut Berichten vor allem die Nachfrage nach Stromerzeugungslösungen für den massiven Ausbau von Rechenzentren.
  • Defence steigerte den Umsatz um 8% auf 4,77 Mrd. Pfund, die Marge blieb mit 14,4% stabil.

Gerade die Mischung aus zyklischer Luftfahrt-Erholung (Aftermarket), strukturellem Rechenzentrums-Boom und steigenden Verteidigungsbudgets macht das Bild rund.

Rückkaufprogramm größer als erwartet – plus höhere Dividende

Der Blickfang der Veröffentlichung ist das neue mehrjährige Aktienrückkaufprogramm: Für 2026 bis 2028 plant Rolls-Royce Rückkäufe im Umfang von 7 bis 9 Mrd. Pfund. Allein 2,5 Mrd. Pfund sollen noch dieses Jahr umgesetzt werden. Damit lag das Programm deutlich über dem, was im Vorfeld spekuliert wurde.

Passend dazu erhöht der Konzern auch die Ausschüttung: Die Schlussdividende beträgt 5,0 Pence je Aktie, die Gesamtdividende für 2025 steigt damit auf 9,5 Pence – laut Quelle 58% mehr als 2024.

Prognose rauf – Ziele kommen früher

Rolls-Royce hob die Prognose für 2026 an: Erwartet werden nun 4,0 bis 4,2 Mrd. Pfund zugrunde liegender operativer Gewinn sowie 3,6 bis 3,8 Mrd. Pfund freier Cashflow. Laut Reuters lag die Gewinn-Guidance damit mindestens 8% über dem damaligen Analystenkonsens.

Auch die Mittelfristziele (Zeithorizont 2028) wurden deutlich nach oben gesetzt – unter anderem auf 4,9 bis 5,2 Mrd. Pfund operativen Gewinn und 5,0 bis 5,3 Mrd. Pfund freien Cashflow. CEO Tufan Erginbilgic betonte, dass man auf Basis der 2026er Guidance den bisherigen Zielkorridor zwei Jahre früher erreichen dürfte.

Am Aktienmarkt spiegelt sich das Momentum ebenfalls: Der Kurs liegt mit 15,80 € nur knapp unter dem jüngsten 52‑Wochen-Hoch (15,92 €) und hat in den vergangenen 12 Monaten deutlich zugelegt. Entscheidend für die nächsten Monate wird sein, ob die drei Wachstumstreiber – Aftermarket, Rechenzentren und Verteidigung – die angehobene Cashflow-Story auch 2026 weiter tragen und damit das große Rückkaufprogramm planmäßig untermauern.

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