Der Augsburger Panzergetriebe-Spezialist Renk Group legt am Donnerstag seine Jahreszahlen vor – doch die Anleger interessiert vor allem eins: Wie konkret wird der Ausblick für 2026? Das Unternehmen hat ein bereinigtes EBIT von 277 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Nach einer Kurskorrektur von 33 Prozent seit dem Oktoberhoch könnte die Prognose über die weitere Richtung entscheiden.

US-Geschäft liefert konkrete Zahlen

Während die 2025er-Ziele bereits im Februar bestätigt wurden – Umsatz über 1,3 Milliarden Euro, bereinigtes EBIT zwischen 210 und 235 Millionen Euro – zeigt sich im Amerika-Geschäft operatives Momentum. RENK America sicherte sich Support- und Ersatzteilverträge im Wert von über 50 Millionen US-Dollar. Darunter ein 25-Millionen-Dollar-Auftrag zur beschleunigten Instandhaltung kritischer Plattformen sowie weitere 18 Millionen Dollar für AVDS-Panzermotor-Ersatzteile.

Parallel investiert das Unternehmen bis 2030 insgesamt 150 Millionen US-Dollar in Michigan – 70 Millionen für Investitionsausgaben, 80 Millionen für Forschung und Entwicklung. CEO Alexander Sagel kündigte die Schaffung von bis zu 270 neuen Arbeitsplätzen an und prüft aktiv Akquisitionsmöglichkeiten im US-Bundesstaat.

Großaufträge aus Europa erwartet

Neben den Finanzkennzahlen dürften erwartete Großaufträge aus Deutschland, Polen und Italien im ersten Quartal 2026 für Aufmerksamkeit sorgen. Die Auftragsbasis würde dem ambitionierten EBIT-Ziel von 277 Millionen Euro zusätzliches Gewicht verleihen.

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Langfristig peilt Renk für 2030 einen organischen Umsatz von 2,8 bis 3,2 Milliarden Euro an – ohne potenzielle Akquisitionen, die bis zu eine Milliarde Euro beisteuern könnten. Die „Made for Germany"-Initiative sieht Investitionen von bis zu 325 Millionen Euro bis 2028 vor.

Verteidigungssektor profitiert von Geopolitik

Die verschärfte Lage im Nahen Osten trieb zuletzt Verteidigungswerte, während der breite Markt unter Druck stand. Für Renk, dessen Geschäft zu etwa 75 Prozent aus dem Verteidigungssektor stammt, bedeutete das spürbaren Rückenwind. Am Dienstag notierte die Aktie bei 58,26 Euro.

Allerdings hat das Papier seit dem 52-Wochen-Hoch von 88,73 Euro im Oktober deutlich korrigiert. Unsicherheiten rund um mögliche Friedensverhandlungen belasteten den gesamten Rüstungssektor in den vergangenen Monaten.

Was am Donnerstag zählt

Die Bilanzpressekonferenz und der Analysten-Call am 5. März dürften vor allem eines klären: Wie detailliert untermauert Renk die 2026er-Prognose? Bei einem KGV von 56,37 sind die Erwartungen hoch. Positive Überraschungen beim Auftragseingang oder bei den Margen könnten dem Kurs neuen Schub geben. Eine vage Guidance würde die hohe Bewertung hingegen weiter in Frage stellen.

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