Der Bundesgerichtshof könnte die deutschen Autobauer zu einem Verbrenner-Ausstieg zwingen. Die Deutsche Umwelthilfe fordert vor Gericht, dass BMW ab 2030 keine Neuwagen mit Verbrennungsmotor mehr verkaufen darf. Am 23. März fällt das Urteil – mit weitreichenden Folgen für die gesamte Branche.

Karlsruhe verhandelt Verbrenner-Aus

Die Klimaklage gegen BMW und Mercedes-Benz beschäftigt nun die höchste zivilrechtliche Instanz Deutschlands. Die DUH argumentiert, die CO₂-Emissionen der Konzerne würden den politischen Handlungsspielraum einschränken und damit Grundrechte verletzen. Konkret soll BMW ab dem 31. Oktober 2030 keine Verbrenner-Neuwagen mehr verkaufen dürfen.

BMW weist die Klage entschieden zurück. Das Pariser Klimaschutzabkommen enthalte keine rechtlich verbindlichen CO₂-Budgets für einzelne Unternehmen, sondern nur nationale Selbstverpflichtungen der Staaten. Die DUH versuche, "den parlamentarischen Prozess bei der Durchsetzung ihrer politischen Anliegen zu umgehen". Klimapolitik gehöre in den Plenarsaal, nicht in den Gerichtssaal.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei BMW?

Die Vorinstanzen in München und Stuttgart hatten die Klagen bereits abgewiesen. Dass der BGH die Revisionen zuließ, eröffnet jedoch die Möglichkeit einer grundsätzlichen Neuklärung. Ein Erfolg der DUH würde die gesamte europäische Automobilindustrie vor neue rechtliche Realitäten stellen.

Operative Kontinuität trotz Unsicherheit

Während die juristische Auseinandersetzung läuft, setzt BMW sein Aktienrückkaufprogramm planmäßig fort. Zwischen dem 23. Februar und 1. März erwarb der Konzern 263.839 Stammaktien. Das Gesamtprogramm umfasst bis zu 2 Milliarden Euro und soll spätestens im April 2027 abgeschlossen sein.

Die operative Lage bleibt herausfordernd. Der China-Absatz liegt 11 Prozent im Minus, die EBIT-Marge erreichte 2025 nur 5,5 Prozent. Gleichzeitig verzeichnete BMW in Europa und den USA Wachstum, insbesondere bei elektrifizierten Modellen. Die Hoffnung ruht auf der "Neuen Klasse" ab 2026 – allerdings in einem intensiven Wettbewerb mit Tesla und chinesischen Herstellern.

Zwei Wegmarken im März

Am 12. März legt BMW den Geschäftsbericht für 2025 vor. Elf Tage später folgt das BGH-Urteil, das nicht nur für BMW, sondern für alle emissionsintensiven Unternehmen weitreichende Konsequenzen haben könnte. Die Kombination aus Jahresergebnis, laufendem Aktienrückkauf und der juristischen Grundsatzentscheidung macht diesen Monat zu einem der wichtigsten für den Münchner Premiumhersteller seit Jahren.

BMW-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue BMW-Analyse vom 03. März liefert die Antwort:

Die neusten BMW-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für BMW-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 03. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

BMW: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...