Am 26. Februar 2026 verkündete Rolls-Royce Zahlen, die selbst optimistische Erwartungen übertrafen: Rekordgewinne, eine deutlich angehobene Prognose – und eines der größten Aktienrückkaufprogramme in der britischen Unternehmensgeschichte. Die Aktie schoss daraufhin auf neue Allzeithochs.

Viertes Rekordjahr in Folge

Der britische Triebwerkshersteller steigerte seinen operativen Gewinn im Jahr 2025 um über 40 Prozent auf 3,46 Milliarden Pfund und übertraf damit die Analystenschätzungen von 3,32 Milliarden Pfund deutlich. Der Umsatz kletterte um 12 Prozent auf 20,1 Milliarden Pfund – das vierte Jahr in Folge, in dem Rolls-Royce die Gewinnerwartungen schlug.

Die operative Marge erreichte 17,3 Prozent, während der freie Cashflow bei 3,3 Milliarden Pfund lag. Die Nettoliquidität belief sich zum Jahresende auf 1,9 Milliarden Pfund. Jefferies-Analystin Chloe Lemarie sprach von einer "hochqualitativen Veröffentlichung" und hob insbesondere die starke Entwicklung des Energiesystem-Geschäfts hervor.

Breit aufgestelltes Wachstum

Alle drei Kernbereiche des Konzerns trugen zum Erfolg bei. Das Zivilluftfahrt-Geschäft – größter Umsatz- und Gewinnbringer – wuchs um 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr, während die Verteidigungssparte um 8 Prozent zulegte.

Die Zahl der Flugstunden mit großen Triebwerken hat erstmals wieder das Vor-Pandemie-Niveau überschritten und steigt weiter. Gleichzeitig gehen neue Großaufträge ein, zuletzt von IndiGo, Malaysia Airlines und Avolon. CEO Tufan Erginbilgic deutete zudem an, dass Rolls-Royce möglicherweise wieder in den Markt für Schmalrumpfflugzeuge einsteigen könnte – ein Segment, in dem derzeit Triebwerksknappheit herrscht.

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Historisches Rückkaufprogramm

Der spektakulärste Teil der Veröffentlichung: Rolls-Royce plant, bis 2028 Aktien im Wert von 7 bis 9 Milliarden Pfund zurückzukaufen. Allein 2026 sollen 2,5 Milliarden Pfund fließen, wovon bereits 200 Millionen Pfund zwischen dem 2. Januar und 20. Februar ausgeführt wurden.

Das Programm zählt zu den größten Aktienrückkäufen in der britischen Unternehmensgeschichte. Erst 2025 hatte Rolls-Royce nach über fünf Jahren wieder eine Dividende gezahlt und nach zehn Jahren erstmals wieder Aktien zurückgekauft. Für 2025 ist eine Gesamtdividende von 9,5 Pence je Aktie vorgesehen, zahlbar am 3. Juni 2026.

Ambitionierte Prognose

Für 2026 peilt das Management einen operativen Gewinn von 4,0 bis 4,2 Milliarden Pfund an – deutlich über dem Analystenmedian von 3,65 Milliarden Pfund. Der freie Cashflow soll auf 3,6 bis 3,8 Milliarden Pfund steigen.

Die mittelfristigen Ziele bis 2028 wurden ebenfalls angehoben: 4,9 bis 5,2 Milliarden Pfund operativer Gewinn, eine operative Marge von 18 bis 20 Prozent und eine Eigenkapitalrendite von 23 bis 26 Prozent. Darüber hinaus sieht sich Rolls-Royce gut positioniert, um bei kleinen modularen Reaktoren (SMR) Marktführer zu werden.

Bewertung auf Höchststand

Die Aktie hat sich in den vergangenen zwölf Monaten mehr als verdoppelt. Wenige Stunden nach Veröffentlichung der Zahlen legte der Kurs um über 5 Prozent zu. Die Marktkapitalisierung erreichte 115 Milliarden Pfund – Rolls-Royce zählt damit zu den größten britischen Unternehmen.

Allerdings hat der Kursanstieg auch seinen Preis: Die Aktie notiert derzeit beim etwa 40-Fachen der erwarteten Gewinne, ein KGV von über 36 für die kommenden zwölf Monate. Das liegt deutlich über dem Bewertungsniveau der meisten Wettbewerber. Ob diese Prämie gerechtfertigt ist, wird sich an der weiteren Umsetzung der Strategie in allen drei Geschäftsbereichen zeigen.

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