Roche treibt die Erschließung neuer Märkte und medizinischer Indikationen mit hoher Schlagzahl voran. Innerhalb weniger Tage meldete der Konzern entscheidende regulatorische Fortschritte in der Schweiz, den USA und Südkorea. Diese operative Dynamik verdeutlicht das Bestreben, das Portfolio über die klassische Onkologie hinaus breiter aufzustellen. Doch wie wirken sich diese Erfolge auf die langfristige Wachstumsstory aus?

Regulatorische Erfolge in der Nierenheilkunde

Ein zentraler Baustein der jüngsten Erfolge liegt im Bereich der Immunologie und Nephrologie. Am 27. Februar erteilte die Schweizer Behörde Swissmedic die Zulassung für das Präparat Gazyvaro zur Behandlung der Lupus-Nephritis. Damit erweitert Roche das Einsatzgebiet des Medikaments auf eine schwerwiegende Autoimmunerkrankung der Nieren.

Flankiert wird diese Nachricht durch positive Daten aus der Phase-III-Studie MAJESTY. Der untersuchte Wirkstoff zeigte bei der primären membranösen Nephropathie eine signifikante Überlegenheit gegenüber dem herkömmlichen Immunsuppressivum Tacrolimus. Nach zwei Jahren erreichten deutlich mehr Patienten eine vollständige Remission, womit die Studie ihren primären Endpunkt erfolgreich erfüllte.

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US-Markt und Diagnostik-Sparte im Aufwind

Auch auf dem strategisch wichtigen US-Markt verzeichnet Roche Fortschritte. Die Arzneimittelbehörde FDA hat den Zulassungsantrag für Giredestrant zur Prüfung angenommen. Der Wirkstoff wird als neuartige orale Therapie für Patientinnen mit fortgeschrittenem Brustkrebs evaluiert. Die Einreichung stützt sich auf klinische Daten, die den Einsatz nach einer Vorbehandlung mit CDK4/6-Inhibitoren untersuchen.

Parallel zum Pharmageschäft lieferte die Diagnostiksparte operative Ergebnisse aus Asien. In Südkorea wurde der "cobas Malaria NAT"-Bluttest zugelassen. Dieser hochautomatisierte Test ermöglicht das Screening von Blutspenden auf fünf Malaria-Erreger. Ziel der dortigen Behörden ist es, durch die präzise Diagnostik die Sperrfristen für Blutspender nach Auslandsaufenthalten zu verkürzen und so die nationale Blutversorgung zu stabilisieren.

Charttechnische Situation und Ausblick

An der Börse wurden die Nachrichten positiv aufgenommen. Die Aktie beendete den Handel am Freitag mit einem Plus von 1,43 % bei 403,60 €. Damit rückt das 52-Wochen-Hoch von 409,45 € wieder in unmittelbare Nähe. Mit einer Performance von 14,74 % seit Jahresbeginn unterstreicht der Titel seinen derzeitigen Aufwärtstrend.

Zudem notiert der Kurs deutlich über dem 50-Tage-Durchschnitt von 374,38 €, was das positive kurzfristige Momentum bestätigt. Anleger warten nun auf die finale Entscheidung der FDA zum Brustkrebs-Kandidaten Giredestrant. Sollte die Aktie das bisherige 52-Wochen-Hoch nachhaltig überwinden, wäre der Weg für weitere Kurszuwächse frei, während die Marke von 400 € psychologisch als erste Unterstützung fungiert.

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