Roche Aktie: Hoffnungsschimmer mit Haken
Roche präsentiert neue Studiendaten zu seinem MS-Medikament Fenebrutinib – und die fallen besser aus als die eigene Therapie. Doch während der Pharmakonzern auf Tabletten statt Infusionen setzt, bleiben kritische Fragen offen. Die Aktie verlor am Montag zeitweise 0,73 Prozent auf 353,78 Franken.
Fenebrutinib schlägt Ocrevus knapp
Die detaillierten Ergebnisse der FENtrepid-Studie, vorgestellt auf dem ACTRIMS-Kongress, zeigen: Der experimentelle Wirkstoff Fenebrutinib senkte bei Patienten mit primär progressiver Multipler Sklerose das Risiko einer Verschlechterung der Behinderung um 12 Prozent gegenüber Roches etablierter Therapie Ocrevus. Besonders deutlich fiel der Vorteil bei der Funktion der oberen Extremitäten aus – hier lag die Risikoreduktion bei 26 Prozent.
Erste messbare Unterschiede zeigten sich bereits nach 24 Wochen. Fenebrutinib wird als Tablette verabreicht und gelangt direkt ins Gehirn, wo es das Enzym BTK blockiert. Anders als andere Wirkstoffe dieser Klasse bindet es nur vorübergehend an das Enzym – ein Mechanismus, der laut Roche Nebenwirkungen reduzieren könnte.
Leberwerte bereiten Sorgen
Die Nebenwirkungen insgesamt waren vergleichbar mit Ocrevus, doch ein Detail sticht heraus: Erhöhte Leberwerte traten unter Fenebrutinib häufiger auf. Zwar waren diese vorübergehend und reversibel, doch JPMorgan-Analyst Richard Vosser sieht genau hier einen Knackpunkt. Die Sicherheit der Leber bleibe ein Sorgenfaktor hinsichtlich der US-Zulassung, schrieb er am Sonntag. Die US-Bank beließ die Einstufung bei "Neutral" mit einem Kursziel von 350 Franken.
Schwere Nebenwirkungen wurden in beiden Behandlungsgruppen ähnlich häufig beobachtet. Die nun veröffentlichten Daten folgen auf die Ankündigung von Roche im November 2025, dass die FENtrepid-Studie und die erste Phase-III-Studie zur schubförmigen Multiplen Sklerose ihre primären Endpunkte erreicht haben.
Zulassung rückt näher
Sobald die Ergebnisse der zweiten Studie zu schubförmiger MS vorliegen – erwartet im ersten Halbjahr 2026 – will Roche die gesammelten Daten den Zulassungsbehörden präsentieren. Fenebrutinib wirkt hochselektiv und beeinflusst sowohl B-Zellen im Blut als auch Mikroglia im Gehirn, die chronische Schäden verursachen.
Das Potenzial ist da: Eine Tablette statt regelmäßiger Infusionen könnte die Behandlung deutlich vereinfachen. Doch die erhöhten Leberwerte dürften bei der FDA genau unter die Lupe genommen werden.
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