Bei Almonty kommt gerade vieles zusammen: Die Sangdong-Mine in Südkorea fährt hoch, Analysten heben ihre Zielmarken teils deutlich an, und große Investoren bauen Positionen auf. Gleichzeitig verengt sich das globale Angebot an Wolfram – vor allem wegen der starken Abhängigkeit von China. Wie belastbar ist die Rally, wenn jetzt die ersten harten Finanzzahlen folgen?

Kursrally über mehrere Handelsplätze

Die Aktie markierte diese Woche auf mehreren Börsen neue Jahreshochs. Am Freitag lag der Kurs bei 18,39 US-Dollar und damit rund 24,8% über dem Niveau der Vorwoche. Die Marktkapitalisierung erreichte etwa 4,13 Mrd. US-Dollar.

Auch der Blick auf die letzten Monate zeigt, wie stark die Dynamik war: rund +44,0% in einem Monat und etwa +150% in drei Monaten.

Sangdong als Auslöser

Der operative Wendepunkt kam im Dezember, als die Sangdong-Mine den Betrieb aufnahm. Nach Unternehmensangaben wurde die erste Lkw-Ladung Erz an das Run-of-Mine-Pad geliefert – ein Schritt von der Entwicklungsphase hin zum aktiven Abbau und der letzten Etappe vor dem Start der kommerziellen Produktion.

Sangdong gilt als eines der weltweit größten und hochgradigsten Wolframvorkommen. Bei voller Auslastung soll die Mine laut Unternehmen mehr als 80% der weltweiten Wolframproduktion außerhalb Chinas liefern. Zusätzlich verweist Almonty darauf, dass Sangdong etwa 40% der globalen Nachfrage abdecken könne, die nicht durch China, Russland und Nordkorea gedeckt wird. Beide Angaben beziehen sich auf dieselbe Kapazität, aber auf unterschiedliche Vergleichsmärkte.

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Die Reserven in Sangdong beziffert das Unternehmen auf 7,9 Mio. Tonnen mit durchschnittlich 0,47% Wolframoxid (WO3), was 3,7 Mio. „contained metric ton units“ entspricht. Parallel meldete Almonty auch Fortschritte in Portugal: In der Panasqueira-Mine läuft ein groß angelegtes Bohrprogramm, das neue Abbaupläne für eine zusätzliche Produktionsstufe liefern und potenziell Jahresproduktion sowie Lebensdauer der Mine erhöhen soll.

Höhere Kursziele und wachsende Fonds-Präsenz

Mit dem operativen Fortschritt kam Bewegung in die Analystenmodelle. Couloir Capital aktualisierte diese Woche seine Abdeckung und hob den Fair-Value-Ansatz um mehr als 150% an – von 7,69 auf 19,30 kanadische Dollar. Als Gründe nannte Couloir Wolframpreise von über 1.000 US-Dollar je Metric Ton Unit (MTU) sowie das Hochfahren von Sangdong, blieb aber bei „Hold“.

Weitere Anpassungen folgten: DA Davidson erhöhte das Kursziel auf 18,00 US-Dollar, B. Riley Financial auf 17,00 US-Dollar. Als Konsens wird „Moderate Buy“ genannt, im Kontext eines stärkeren Interesses an Wolfram-Produzenten mit Assets außerhalb Chinas.

Auch auf Investorenseite gab es deutliche Verschiebungen. Die Zahl der Fonds mit Almonty-Beteiligung stieg im letzten Quartal um über 55% auf 107. Van Eck Associates weitete seine Position um 13.294,7% auf 11,24 Mio. Aktien aus (Wert: rund 99 Mio. US-Dollar). Neue größere Positionen meldeten zudem Encompass Capital Advisors (ca. 25,6 Mio. US-Dollar) und Next Century Growth Investors (ca. 16,3 Mio. US-Dollar).

Rückenwind durch Exportkontrollen – und der nächste Prüfstein

Der Wolframmarkt steht laut Text unter Angebotsdruck. China liefert derzeit mehr als 80% des weltweiten Wolframs. BMO Capital Markets berichtete, dass bestimmte chinesische Wolframexporte Ende 2025 zeitweise vollständig zum Stillstand kamen. Zudem hat das US-Verteidigungsministerium Wolfram als kritisches Mineral eingestuft; ab 2027 müssen verteidigungsbezogene Käufe aus nicht-chinesischen Quellen stammen.

Neben Sangdong nennt Couloir weitere mögliche Treiber: eine geplante Kapazitätserweiterung in Panasqueira, Arbeiten zur Ressourcendefinition im Sangdong-Molybdänprojekt sowie Fortschritte beim Gentung–Browns-Lake-Projekt in den USA, das in der zweiten Jahreshälfte die Produktionsreife erreichen könnte. Zur Finanzierung schloss Almonty 2025 zwei Kapitalerhöhungen in den USA ab und nahm brutto mehr als 219 Mio. US-Dollar ein.

Der nächste konkrete Termin ist bereits gesetzt: Am 19. März legt Almonty Quartalszahlen vor. Der Bericht soll erstmals greifbar machen, wie sich hohe Wolframpreise und der Produktionshochlauf in Sangdong finanziell niederschlagen. Im Text werden zudem Prognosen von im Schnitt +42,2% Umsatzwachstum pro Jahr und +49,75% Gewinnwachstum pro Jahr genannt; innerhalb von drei Jahren wird ein Wechsel von Verlusten zur Profitabilität erwartet. Gleichzeitig bleibt die Bewertung ein Thema: Das Kurs-Buchwert-Verhältnis liegt bei 37,2 und damit deutlich über dem Branchenschnitt kanadischer Metall- und Bergbauwerte von 3,8 – entsprechend hoch wäre der Druck, falls Erwartungen nachlassen.

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