Die Roche-Aktie zeigt sich am Freitag stabil, nachdem der Schweizer Pharmakonzern zwei strategische Vereinbarungen bekannt gab. Im Fokus stehen eine neue Lizenzpartnerschaft in der Onkologie und ein Abkommen zur Gesundheitsversorgung in Pakistan. Diese Schritte flankieren die jüngste Neuausrichtung der Forschungs- und Entwicklungs-Pipeline.

Neue Partnerschaften stärken das Portfolio

Roche hat eine exklusive Lizenzvereinbarung mit dem Biotech-Unternehmen Medilink abgeschlossen. Der Deal zielt darauf ab, das Onkologie-Portfolio durch externe Innovationen zu erweitern. Er setzt die Strategie fort, die Pipeline nach den umfangreichen Restrukturierungen im vergangenen Jahr neu auszurichten.

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Parallel dazu unterzeichnete Roche eine Vereinbarung mit dem pakistanischen Gesundheitsministerium. In einer ersten Phase sollen 745 Krebspatienten kostenlosen Zugang zu Medikamenten erhalten. Die Kosten werden zu 70 Prozent von Roche und zu 30 Prozent von der Regierung getragen. Diese Initiative wird als Teil der Strategie gewertet, den Marktzugang in Schwellenländern zu sichern.

Positive Dynamik bei Adipositas-Forschung

Diese Nachrichten werden von einer positiven Entwicklung im Bereich der Gewichtsreduktion flankiert. Erst vor wenigen Tagen, am 6. Januar, konnte Roche rechtliche Unklarheiten zu seinem Wirkstoffkandidaten CT-996 beseitigen. Durch eine Patentvereinbarung mit Structure Therapeutics im Wert von 100 Millionen US-Dollar sicherte sich das Unternehmen den Weg für die Weiterentwicklung einer oralen Abnehmpille.

Die heutigen Meldungen spiegeln den strategischen Kurswechsel von CEO Thomas Schinecker wider. Nachdem Roche im Vorjahr etwa 30 Prozent seiner internen F&E-Projekte gestrichen hatte, liegt der Fokus nun auf gezielten Partnerschaften und der Optimierung der Pipeline.

Analystenstimmung hat sich gebessert

Die Aktie profitiert von einer Serie positiver Analystenkommentare in dieser Woche:
* Barclays stufte den Titel am Mittwoch auf „Buy“ hoch.
* Zacks Research verbesserte seine Einschätzung von „Strong Sell“ auf „Hold“.
* JP Morgan bestätigte eine neutrale Haltung.

Seit Jahresbeginn verzeichnet die Aktie bereits ein Plus von rund 3,4 Prozent, was auf ein wachsendes Vertrauen in die neue Forschungsstrategie hindeutet.

Ausblick auf kommende Termine

Die nächsten Wochen bringen wichtige Termine für Anleger. Am Montag, den 12. Januar, wird die Konzernleitung auf der J.P. Morgan Healthcare Conference in San Francisco erwartet. Dort könnten weitere Details zur Kommerzialisierungsstrategie, insbesondere für die Adipositas-Wirkstoffe, folgen.

Der nächste fundamentale Katalysator sind die detaillierten Jahreszahlen für 2025 am 29. Januar. In diesem Rahmen werden auch die ersten Prognosen für das laufende Geschäftsjahr 2026 erwartet, die richtungsweisend für die weitere Kursentwicklung sein dürften.

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