Palantir Technologies erhält gleich zwei Hochstufungen binnen eines Tages. Rosenblatt Securities startet die Coverage mit "Buy" und einem Kursziel von 150 Dollar, UBS hebt die Bewertung von "Neutral" auf "Kaufen" mit Ziel 180 Dollar. Die Aktie hatte zuletzt deutlich korrigiert – vom Novemberhoch bei knapp 208 Dollar ging es um über ein Drittel nach unten. Nun sehen Analysten attraktive Einstiegschancen.

Rekordergebnisse als Grundlage

Die Hochstufungen folgen auf die stärksten Quartalszahlen in der Unternehmensgeschichte. Im vierten Quartal 2025 erreichte Palantir einen Umsatz von 1,41 Milliarden Dollar – Analysten hatten nur 1,33 Milliarden erwartet. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 0,25 Dollar gegenüber prognostizierten 0,23 Dollar. Für das Gesamtjahr 2025 summierte sich der Umsatz auf 4,48 Milliarden Dollar.

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Besonders bemerkenswert: Die Margen entwickeln sich robust. Die Bruttomarge liegt bei 84 Prozent, die operative Marge bei 51 Prozent. CEO Alex Karp verwies auf einen Rule-of-40-Score von 127 Prozent – eine Kennzahl, die Umsatzwachstum und operative Marge kombiniert.

Aggressive Prognose für 2026

Der Ausblick übertrifft die Erwartungen deutlich. Für das erste Quartal 2026 stellt Palantir 1,53 bis 1,54 Milliarden Dollar Umsatz in Aussicht, während der Konsensus bei 1,32 Milliarden lag. Für das Gesamtjahr 2026 rechnet das Unternehmen mit 7,18 bis 7,20 Milliarden Dollar – die Schätzungen lagen zuvor bei 6,22 Milliarden.

Rosenblatt-Analyst John McPeake erwartet, dass Palantir 2026 mehr freien Cashflow generieren wird als jedes andere Softwareunternehmen außer SAP. Die Transformation vom verlustbringenden, dienstleistungsorientierten Startup zum profitablen Softwareanbieter sei abgeschlossen.

Rackspace-Partnerschaft erweitert Reichweite

Parallel zu den Analystenhochstufungen gab Palantir eine strategische Kooperation mit Rackspace Technology bekannt. Die Partnerschaft zielt darauf ab, Unternehmenskunden die Implementierung von Palantirs Foundry- und KI-Plattform zu beschleunigen. Rackspace stellt derzeit 30 Palantir-geschulte Ingenieure bereit und plant, diese Zahl binnen zwölf Monaten auf über 250 zu erhöhen.

Besonders für regulierte Branchen ist relevant, dass Palantir-Software künftig in Rackspaces Private Cloud und britischen Sovereign-Rechenzentren betrieben werden kann – ein Faktor für Kunden mit strengen Compliance-Anforderungen.

Bewertung bleibt umstritten

Trotz positiver Fundamentaldaten handelt die Aktie weiterhin mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 200 und einem Kurs-Umsatz-Verhältnis von etwa 70. Die durchschnittliche Kurszielschätzung von 23 Analysten liegt bei 189 Dollar, mit einer Spanne von 70 bis 260 Dollar.

Insider-Verkäufe sorgen zusätzlich für Diskussionen. CEO Alex Karp verkaufte am 20. Februar Aktien im Wert von 66 Millionen Dollar, COO Shyam Sankar trennte sich von Papieren für 22,5 Millionen Dollar.

Am Freitag schloss die Palantir-Aktie bei 137,20 Dollar, ein Plus von 0,92 Prozent. Ob die fundamentale Stärke die hohe Bewertung rechtfertigt, bleibt die zentrale Frage für Investoren. Die nächsten Wochen dürften zeigen, ob die Analystenhochstufungen eine nachhaltige Erholung einleiten können.

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