Rio Tinto liefert für 2025 ein Bild mit zwei Gesichtern: Der ausgewiesene Nettogewinn ist gefallen, operativ wirkt der Konzern aber erstaunlich stabil. Entscheidend ist dabei weniger die Schlagzeile zum Gewinn, sondern der Blick auf Cashflow, Kosten und die Treiber im Tagesgeschäft. Wie robust ist das Fundament wirklich?

Gewinn runter, Cashflow rauf

Unterm Strich sank der Nettogewinn im Geschäftsjahr 2025 auf rund 10,0 Mrd. US-Dollar. Gleichzeitig blieben die „Underlying Earnings“ mit etwa 10,9 Mrd. US-Dollar stabil – ein Hinweis darauf, dass das Kerngeschäft weniger stark nachgegeben hat, als es die Nettozahl zunächst vermuten lässt.

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Besonders wichtig für Anleger: Der operative Cashflow stieg um 8% auf 16,8 Mrd. US-Dollar. Dazu passt, dass Rio Tinto die realen operativen Kosten um 5% senken konnte. In Kombination wirkt das wie ein Puffer gegen schwankende Rohstoffpreise.

Dividende am oberen Ende

Trotz des niedrigeren Nettogewinns blieb Rio Tinto bei hohen Ausschüttungen. Insgesamt flossen 6,5 Mrd. US-Dollar als Dividende an die Aktionäre, was einer Ausschüttungsquote von 60% entspricht – und damit am oberen Ende der anvisierten Spanne liegt.

Am Markt kommt vor allem die Signalwirkung an: Das Management setzt weiterhin auf verlässliche Rückflüsse, solange der operative Geldzufluss mitspielt.

Kupfer als Wachstumsmotor, Fortschritte bei Projekten

Beim operativen Wachstum sticht Kupfer heraus. Die Kupferproduktion legte 2025 insgesamt um 11% zu, getragen vor allem von einem kräftigen Plus von 61% am Standort Oyu Tolgoi in der Mongolei. Für 2026 stellt Rio Tinto eine Kupferproduktion von 800.000 bis 870.000 Tonnen in Aussicht.

Auch im Aluminiumgeschäft gab es Rückenwind: Die Bauxitproduktion erreichte 2025 mit 62,4 Mio. Tonnen einen Rekord. Zudem meldete das Simandou-Projekt in Guinea einen wichtigen Schritt: Dort wurde erstmals Eisenerz geliefert.

Beim Thema Dekarbonisierung meldet Rio Tinto Fortschritte. Die Scope-1- und Scope-2-Emissionen sanken auf 31,5 Mio. Tonnen CO₂e, und 2025 flossen 612 Mio. US-Dollar in entsprechende Maßnahmen. Parallel ging die betriebliche Wassernutzung auf 1.147 Gigaliter zurück.

Zum Kursbild: Mit 82,56 € lag der Schlusskurs gestern nur rund 1,5% unter dem 52‑Wochen‑Hoch – die Aktie notiert damit nahe an ihrer jüngsten Bestmarke.

In den nächsten Wochen dürfte vor allem zählen, ob Rio Tinto die Kupfer-Dynamik (inklusive Oyu Tolgoi) in 2026 wie angekündigt fortsetzen kann – denn genau dort liegt aktuell der sichtbarste operative Rückenwind.

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