Rio Tinto hat seine Jahreszahlen vorgelegt – und prompt reagierten gleich zwei große Investmentbanken mit Rückstufungen. Barclays nahm das Rating von „Overweight" auf „Equal-Weight" zurück, Goldman Sachs stufte von „Buy" auf „Neutral" herab. Was steckt hinter der plötzlichen Skepsis gegenüber dem Bergbauriesen?

Zahlen mit Licht und Schatten

Die Bilanz für 2025 fällt gemischt aus. Rio Tinto steigerte den Umsatz um 7 Prozent auf 57,6 Milliarden Dollar, das operative Ergebnis (EBITDA) kletterte um 9 Prozent auf 25,4 Milliarden Dollar. Doch beim Nettogewinn mussten die Australier Federn lassen: Er sank auf 10,0 Milliarden Dollar. Verantwortlich dafür waren vor allem schwächere Eisenerzpreise, die im Jahresverlauf um 6 Prozent nachgaben.

An der Dividendenpolitik hielt das Unternehmen dennoch fest. Mit einer Gesamtausschüttung von 6,5 Milliarden Dollar zahlte Rio Tinto zum zehnten Mal in Folge am oberen Ende der Zielspanne aus – eine Ausschüttungsquote von 60 Prozent. Der operative Cashflow entwickelte sich mit einem Plus von 8 Prozent auf 16,8 Milliarden Dollar solide.

Kupfer und Aluminium stützen

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Der Hoffnungsträger heißt Kupfer. Die Produktion legte insgesamt um 8 Prozent zu, getrieben vom Hochlauf der Oyu Tolgoi-Untertageminen in der Mongolei. Das Milliardenprojekt ist abgeschlossen und liefert nun deutlich mehr Kupfer. Auch die Aluminiumsparte glänzte mit Rekordförderung bei Bauxit.

Doch ausgerechnet das Kerngeschäft – Eisenerz – kämpft mit Gegenwind. Neben dem Preisrückgang sorgte ein tragischer Zwischenfall im Februar für einen temporären Stopp der SimFer-Mine in Guinea. Dort hatte Rio Tinto Ende 2025 gerade erst die Produktion im großen Simandou-Projekt aufgenommen. Der Vorfall wirft die Frage auf, wie reibungslos die Expansion in Westafrika verlaufen wird.

Verschuldung steigt deutlich

Ein Punkt dürfte die Analysten besonders beschäftigen: Die Nettoverschuldung kletterte von 5,5 Milliarden auf 14,4 Milliarden Dollar. Rio Tinto investiert massiv in neue Projekte und Produktionssteigerungen. Ob sich diese Wette auszahlt, hängt vor allem von der weiteren Preisentwicklung bei Kupfer und Eisenerz ab. Für 2026 bekräftigte das Management seine Produktionsziele und verwies auf Effizienzprogramme, die Anfang 2026 spürbare Effekte zeigen sollen.

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