Rio Tinto Aktie: Kupfer übernimmt
Der australisch-britische Bergbauriese Rio Tinto steht vor einer strukturellen Neuausrichtung. Während Eisenerz jahrzehntelang den Löwenanteil der Gewinne lieferte, hat Kupfer diese Rolle zunehmend übernommen. Gleichzeitig korrigieren Analysten ihre Einschätzungen nach unten – trotz solider Jahreszahlen.
Kupfer verdoppelt seinen Beitrag
Die Zahlen zeigen die Verschiebung deutlich: Kupfer steuert mittlerweile rund 30 Prozent zu den Gesamterträgen von Rio Tinto bei – doppelt so viel wie noch vor einigen Jahren. Eisenerz, traditionell das Rückgrat des Konzerns, ist von 70 auf etwa 60 Prozent zurückgefallen. Der Grund liegt in den Märkten: Die chinesische Stahlproduktion sank 2025 unter die Marke von einer Milliarde Tonnen, während Kupfer von der Energiewende profitiert.
Allerdings läuft auch der Kupfermarkt nicht rund. Die Londoner Kupfer-Futures notieren aktuell bei 12.868,50 US-Dollar pro Tonne – ein Rückgang von 11,4 Prozent gegenüber dem Januarhoch von 14.527,50 Dollar. Eisenerz steht bei 98,46 Dollar pro Tonne unter Druck.
Analysten werden vorsichtiger
Nach Veröffentlichung der Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 haben mehrere Investmentbanken ihre Empfehlungen angepasst. Barclays stufte die Aktie von „Overweight" auf „Equalweight" herab und senkte das Kursziel von 6.885 auf 6.600 Pence. Die Bank verweist auf einen Bewertungsabschlag gegenüber Wettbewerbern und strategische Herausforderungen beim Kupferwachstum nach 2030.
Goldman Sachs wechselte ebenfalls auf Neutral mit einem Kursziel von 7.400 Pence. Deutsche Bank, UBS und Berenberg halten an vorsichtigen Einschätzungen fest. Das EBITDA für 2025 lag mit 25,4 Milliarden US-Dollar leicht über dem Konsens von 25,2 Milliarden, die Nettoverschuldung erreichte 14,4 Milliarden Dollar.
Dividende bleibt stabil
Rio Tinto hält an seiner Ausschüttungspolitik fest. Für das Geschäftsjahr 2025 wurde eine Gesamtdividende von 6,5 Milliarden US-Dollar beschlossen – das entspricht einer Ausschüttungsquote von 60 Prozent, die der Konzern nun im zehnten Jahr in Folge erreicht. Die Schlussdividende beträgt 254 US-Cent je Aktie.
Parallel dazu tätigte Direktor Ben Wyatt am 23. Februar einen Insider-Kauf: Er erwarb 100 Aktien zu je 160,62 Australischen Dollar. Ein Vertrauenssignal in schwierigem Marktumfeld.
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