Redcare Pharmacy Aktie: Gewinnziele kassiert
Rekorderlöse auf der einen Seite, drastisch gesenkte Margenziele auf der anderen: Redcare Pharmacy hat mit seinen Jahreszahlen für 2025 und dem Ausblick auf 2026 die Märkte enttäuscht. Der Kurs ist seit Anfang März auf ein Mehrjahrestief gefallen — ein Absturz von mehr als 40 Prozent seit Jahresbeginn.
Wachstum ja, Profitabilität nein
Der Umsatz kletterte 2025 um 24,1 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro. Das Rezeptgeschäft überschritt erstmals die Milliarden-Schwelle und wuchs um 42,6 Prozent auf 1,07 Milliarden Euro. Auch die Kundenbasis legte zu: 13,9 Millionen aktive Nutzer, rund 1,4 Millionen mehr als im Vorjahr.
Hinter diesen Zahlen verbirgt sich jedoch eine strukturelle Schwäche. Das margenstarke OTC-Geschäft verlor spürbar an Schwung — im vierten Quartal wuchs es nur noch um 9,2 Prozent, nach 17 Prozent im Vorquartal. Die Bruttomarge sank von 22,3 auf 21,3 Prozent, weil das volumenstarke, aber margenschwache Rezeptgeschäft die Mischkalkulation belastet. Das bereinigte EBITDA für das Gesamtjahr lag mit 57,4 Millionen Euro am unteren Ende der eigenen Prognose und unter dem Analystenkonsens.
Mittelfristziel deutlich zurückgestutzt
Der eigentliche Auslöser für den Kursverfall war die Revision der mittelfristigen Margenziele. Redcare senkte das angestrebte bereinigte EBITDA-Ziel von über 8 Prozent auf über 5 Prozent — ein erheblicher Rückschritt, der Investoren signalisiert, dass der Weg zur Profitabilität länger und steiniger wird als bisher kommuniziert.
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Für 2026 erwartet das Management ein Umsatzwachstum von 13 bis 15 Prozent. Das liegt deutlich unter dem Analystenkonsens von rund 17,5 Prozent. Auch die EBITDA-Marge von mindestens 2,5 Prozent verfehlt die Markterwartungen von 2,9 bis 3,0 Prozent.
Die Analysten sind gespalten. Jefferies hält an einem Kursziel von 150 Euro und einem „Buy"-Rating fest, weist aber darauf hin, dass der Mittelpunkt der EBITDA-Guidance für 2026 rund 19 Prozent unter dem aktuellen Konsens liegt. UBS bewertet die Aktie mit „Neutral" und einem Kursziel von 74 Euro — und hebt die kontinuierliche Verlangsamung im OTC-Wachstum hervor: von rund 25 Prozent im Jahr 2023 auf nun prognostizierte 8 bis 10 Prozent für 2026.
Investitionen sollen Früchte tragen
Redcare setzt auf ein neues Logistikzentrum im tschechischen Plzeň, das im Dezember 2025 den Betrieb aufgenommen hat. Die Anlage soll österreichische Bestellungen abwickeln und Kapazitäten für bis zu 15 Millionen zusätzliche OTC-Sendungen jährlich schaffen. Nach 2026 sollen die Investitionsausgaben unter 2 Prozent des Umsatzes sinken — 2025 und 2026 gelten als Investitionshöhepunkt.
Am 15. April findet die Hauptversammlung statt, am 6. Mai folgen die Zahlen für das erste Quartal 2026. Dann wird sich zeigen, ob das Rezeptwachstum endlich stärker auf die Ergebniszeile durchschlägt — und ob Redcares Profitabilitätsstory mehr ist als ein aufgeschobenes Versprechen.
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