Redcare Pharmacy Aktie: Leerverkäufer weichen
Der Aktienkurs von Redcare Pharmacy kennt seit Wochen nur eine Richtung: steil bergab. Enttäuschende Margenziele und wachsende Konkurrenz durch Drogerieriesen belasten das Papier schwer. Ausgerechnet in dieser Schwächephase zeigt sich bei institutionellen Leerverkäufern nun eine überraschende Zurückhaltung.
Laut aktuellen Daten des Analysehauses Hazeltree vom 11. März 2026 haben Hedgefonds ihre Wetten auf fallende Kurse bei der Online-Apotheke im Monatsvergleich um über zehn Prozent reduziert. Dieser Rückzug deutet darauf hin, dass Profianleger das kurzfristige Abwärtspotenzial nach den jüngsten Jahreszahlen und der angepassten Prognose als zunehmend begrenzt einschätzen.
Margensorgen überschatten Rekordumsatz
Auf den ersten Blick lieferte das Unternehmen für 2025 starke Zahlen. Der Gesamtumsatz kletterte um gut 24 Prozent auf 2,94 Milliarden Euro. Treiber war vor allem das deutsche E-Rezept-Geschäft, in dem sich die Erlöse auf 503 Millionen Euro nahezu verdoppelten. Auch die bereinigte EBITDA-Marge verbesserte sich leicht von 1,4 auf 2,0 Prozent.
Die Ernüchterung folgte mit dem Ausblick auf das laufende Jahr. Ein prognostiziertes Umsatzwachstum von 13 bis 15 Prozent sowie eine Zielmarge von mindestens 2,5 Prozent für 2026 blieben hinter den Markterwartungen zurück. Schwerer wog die Senkung des mittelfristigen Margenziels von über acht auf nun mehr als fünf Prozent. Marktbeobachter werten dies als Signal, dass das starke Wachstum im E-Rezept-Bereich hohe Investitionen erfordert und die Profitabilität stärker bremst als erhofft.
Wachsende Konkurrenz drückt den Kurs
Erschwert wird die Lage durch ein raueres Branchenumfeld. Seit dem Start von "dm-med" im Dezember 2025 drängt der Drogerieriese dm in den Markt für rezeptfreie Medikamente. Zudem hat Konkurrent Rossmann ebenfalls seinen Einstieg in das Online-Apothekengeschäft bestätigt.
Diese Mischung aus Margendruck und neuen Wettbewerbern hat tiefe Spuren hinterlassen. Gestern ging das Papier bei 41,72 Euro aus dem Handel und notiert damit nur hauchdünn über dem erst diese Woche markierten 52-Wochen-Tief. Allein auf Monatssicht steht ein Minus von rund 37 Prozent zu Buche.
Ob die internen Maßnahmen zur Profitabilitätssteigerung greifen, lässt sich bald anhand konkreter Daten überprüfen. Am 6. Mai 2026 wird Redcare Pharmacy die Ergebnisse für das erste Quartal vorlegen. Bis zu diesem Termin bleibt der jüngste Rückzug der Leerverkäufer eines der wenigen konstruktiven Signale für die Aktie.
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