Der chinesische Autobauer BYD steht vor einer entscheidenden Phase. Während der Heimatmarkt aufgrund einer schwächelnden Nachfrage und neuer Steuern unter Druck gerät, entwickelt sich das Auslandsgeschäft zum rettenden Anker. Kurz vor der Veröffentlichung der Jahreszahlen für 2025 positionieren sich Anleger nun neu und treiben den Kurs der H-Aktien in Hongkong spürbar an.

Fokus auf Profitabilität

Die Papiere verzeichneten am Montag eine deutliche technische Gegenbewegung und kletterten über die Marke von 102 Hongkong-Dollar, nachdem sie in den Wochen zuvor nahe ihres 52-Wochen-Tiefs notierten. Treiber dieser Entwicklung ist der bevorstehende Finanzbericht zum abgelaufenen Jahr 2025, der am 26. März ansteht.

Aktionäre werden dabei besonders auf die Gewinnmargen achten. Der Markt bewertet aktuell, ob die lukrativen Auslandsumsätze und die Kostenvorteile der hauseigenen Batterietechnologie ausreichen, um die massiven Investitionen in neue Werke in Ungarn, Brasilien und Thailand auszugleichen. Gleichzeitig tobt in China ein harter Preiskampf. Einen Tag nach der Zahlenvorlage entscheidet der Aufsichtsrat zudem über eine mögliche Schlussdividende.

Exporte schlagen Heimatmarkt

Die operative Entwicklung zeigt derzeit eine klare Zweiteilung. Im Februar überstiegen die Fahrzeugexporte von BYD zum ersten Mal in einem einzelnen Monat die inländischen Auslieferungen. Mit über 100.600 verschifften Einheiten verzeichnete das Unternehmen hier ein Plus von rund 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In Europa überholte BYD im Januar bei den Neuzulassungen sogar den US-Konkurrenten Tesla.

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Auf dem chinesischen Heimatmarkt weht der Wind hingegen deutlich rauer. Die Wiedereinführung einer fünfprozentigen Kaufsteuer auf Elektroautos bremst die Nachfrage. Bereinigt um die saisonalen Effekte des chinesischen Neujahrsfestes brach der Absatz von BYD im Januar und Februar kombiniert um etwa 36 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum ein.

Neue Modelle und Lade-Offensive

Um die globale Marktposition weiter auszubauen, setzt das Management auf eine breite Produktoffensive. Ein aktueller Antrag beim chinesischen Industrieministerium offenbart eine Kombi-Version der Seal 06 Familie. Dieser Plug-in-Hybrid zielt mit einer rein elektrischen Reichweite von 210 Kilometern und einer großen 34-kWh-Batterie auf Käufer ab, die den Übergang zum reinen Elektroauto noch scheuen.

Parallel dazu forciert BYD den Ausbau der Ladeinfrastruktur. Das neu vorgestellte "Megawatt Flash Charging 2.0" soll durch eine 1.000-Volt-Architektur Reichweiten von bis zu 500 Kilometern in nur fünf Minuten nachladen können. Bis Ende 2026 plant der Konzern den Betrieb von 20.000 eigenen Schnellladestationen in China.

Die ambitionierten Ziele für das laufende Jahr unterstreichen den globalen Anspruch. Für 2026 peilt BYD weltweite Exporte von 1,3 Millionen Fahrzeugen an, unterstützt durch den anlaufenden Produktionsstart im ungarischen Werk im zweiten Quartal. Die finalen Jahreszahlen am 26. März liefern den konkreten Beleg, inwieweit die starken Auslandsumsätze von über einer Million Einheiten im Jahr 2025 die Margen des Gesamtkonzerns stabilisiert haben.

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