Redcare Pharmacy Aktie: Margenziel kassiert
Beim Umsatz liefert Redcare Pharmacy kräftig ab, trotzdem ergreifen Anleger die Flucht. Der Online-Apotheker hat im vergangenen Jahr zwar die Milliardenmarke bei verschreibungspflichtigen Medikamenten geknackt. Eine deutliche Senkung der mittelfristigen Renditeziele überschattet allerdings das starke Wachstum und zwingt den Markt zu einer Neubewertung.
Wachstum auf Kosten der Profitabilität
Der Hauptgrund für die jüngste Verkaufswelle liegt im Ausblick. Das Management senkte das mittelfristige Ziel für die bereinigte EBITDA-Marge von zuvor über acht Prozent auf nun mehr als fünf Prozent. Zwar bleibt das langfristige Acht-Prozent-Ziel bestehen, kurzfristig spüren Investoren aber den Margendruck.
Das zeigte sich bereits im vierten Quartal 2025. Hier fiel die Bruttomarge von 22,3 auf 21,3 Prozent. Verantwortlich dafür ist ausgerechnet der aktuelle Wachstumstreiber des Unternehmens. Verschreibungspflichtige Medikamente werfen schlichtweg weniger Gewinn ab als freiverkäufliche Produkte.
Lichtblicke beim Umsatz
Auf der Erlösseite liest sich die Bilanz für 2025 deutlich erfreulicher. Der Gesamtumsatz kletterte um gut 24 Prozent auf 2,94 Milliarden Euro. Besonders das Geschäft mit Rezepten in Deutschland florierte und verdoppelte sich nahezu auf 503 Millionen Euro. Für das laufende Jahr 2026 rechnet Redcare mit einem weiteren Gesamtwachstum von 13 bis 15 Prozent.
Das Segment der margenstärkeren, rezeptfreien Medikamente verlor zuletzt jedoch an Schwung. Im Schlussquartal wuchs dieser Bereich nur noch um 9,2 Prozent, nach starken 17 Prozent im Vorquartal.
Die Enttäuschung über die Profitabilität hat tiefe Spuren im Chart hinterlassen. Nach dem Kursrutsch Anfang März verlor das Papier auf Monatssicht rund 40 Prozent an Wert und notiert aktuell bei 40,74 Euro. Das Management steht nun vor der konkreten Aufgabe, die stark wachsenden Rezeptumsätze so zu skalieren, dass auch der operative Gewinn die Erwartungen des Marktes wieder erfüllt.
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