Rekordwerte bei Umsatz, Auftragseingang und Auftragsbestand – und trotzdem steht die Aktie deutlich unter Druck. Die RENK Group hat 2025 operativ geliefert, doch eine unter den Erwartungen liegende EBIT-Prognose für das laufende Jahr hat die Euphorie gedämpft.

Starkes Jahr, ernüchternder Ausblick

Das Geschäftsjahr 2025 verlief für den Antriebstechnikspezialisten beeindruckend: Der Umsatz wuchs um knapp 20 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro, das bereinigte EBIT legte um 22 Prozent auf 230 Millionen Euro zu. Der Nettogewinn verdoppelte sich nahezu auf 101,3 Millionen Euro. Besonders das Segment Vehicle Mobility Solutions wuchs mit einem Plus von knapp 25 Prozent auf 872 Millionen Euro am stärksten. Der Auftragsbestand kletterte zum Jahresende auf ein Allzeithoch von 6,68 Milliarden Euro.

Für 2026 erwartet RENK einen Umsatz von über 1,5 Milliarden Euro und ein bereinigtes EBIT zwischen 255 und 285 Millionen Euro. Der Mittelpunkt dieser Spanne – 270 Millionen Euro – lag jedoch unterhalb des Analystenkonsens. Das Management erklärt die Differenz mit Auftragsverschiebungen im Volumen von rund 200 Millionen Euro, die nun im ersten Halbjahr 2026 erwartet werden. Kein Auftragsverlust, aber eine Belastung für die kurzfristigen Cashflow-Erwartungen.

Exportrisiko trübt das Bild

Ein weiterer Unsicherheitsfaktor: Im Ausblick sind 80 bis 100 Millionen Euro an Umsätzen eingeplant, die von noch ausstehenden Exportgenehmigungen für Israel abhängen. Solche Abhängigkeiten wiegen in einem politisch volatilen Umfeld schwer.

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Die Aktie notiert aktuell rund 38 Prozent unterhalb ihres 52-Wochen-Hochs vom Oktober 2025 – und damit auch knapp unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt. Das spiegelt die Skepsis des Markts gegenüber der 2026er-Prognose wider.

Dividende und strategischer Kurs

Trotz der gedämpften Stimmung setzt RENK klare Signale: Zur Hauptversammlung am 10. Juni 2026 schlägt der Vorstand eine Dividende von 0,58 Euro je Aktie vor – ein Anstieg von 38 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Strategisch strebt das Unternehmen an, bis 2030 rund 90 Prozent seines Umsatzes aus dem Verteidigungsbereich zu erzielen.

Der Quartalsbericht am 6. Mai 2026 wird zeigen, ob die verschobenen Aufträge planmäßig eingehen und sich die Exportfrage klärt. Ein Auftragsbestand von 6,68 Milliarden Euro gibt dem Unternehmen dabei eine solide Ausgangsbasis – die Umsetzung entscheidet.

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