Porsche AG Aktie: Drohende Hürden?
Bei der Porsche AG greifen operative Herausforderungen und ein personeller Umbruch im Designbereich ineinander. Während das Unternehmen unter den Nachwirkungen eines schwachen Jahres 2025 leidet, richtet CEO Michael Leiters die kreative Führung neu aus. Für Anleger stellt sich damit die Frage, ob die Neubesetzung im Design eher Symbolik ist oder tatsächlich ein Baustein für eine Trendwende werden kann.
Neuer Designchef, bekannte Handschrift
Porsche hat heute einen bedeutenden Schritt in der Designorganisation verkündet: Zum 1. Februar 2026 übernimmt Tobias Sühlmann die Rolle des Leiters Design.
Er folgt auf Michael Mauer, der die Formensprache der Marke über zwei Jahrzehnte geprägt hat. Von einem harten Bruch kann jedoch keine Rede sein. Mauer bleibt als Leiter Konzern Design der Volkswagen AG an Bord und sichert damit eine strategische Kontinuität im übergeordneten Designrahmen.
Die Personalie ist eng mit der Linie des neuen Vorstandschefs verknüpft. CEO Michael Leiters, seit 1. Januar 2026 im Amt, und Sühlmann kennen sich aus gemeinsamen Tagen bei McLaren Automotive, wo Sühlmann zuletzt als Chief Design Officer tätig war. Die Besetzung signalisiert damit klar den Anspruch von Leiters, bei der künftigen Modellgestaltung eigene Akzente zu setzen – ohne die etablierte Markenidentität über Bord zu werfen.
Die wichtigsten Eckpunkte des Wechsels:
- Neuer Designchef: Tobias Sühlmann ab 1. Februar 2026
- Kontinuität: Michael Mauer bleibt Chefdesigner des Volkswagen Konzerns
- Hintergrund: Enge Zusammenarbeit von Leiters und Sühlmann bei McLaren Automotive
Damit verbindet Porsche einen Generationswechsel im Design mit einer weitgehend geordneten Übergabe. Der grundlegende Stilrahmen bleibt erhalten, während das operative Design-Team neu ausgerichtet wird.
Schwächeres Kerngeschäft drückt auf den Kurs
Der Führungswechsel im Design fällt in eine Phase, in der das operative Umfeld anspruchsvoll bleibt. Die Aktie leidet weiterhin unter den Folgen eines schwierigen Geschäftsjahres 2025.
Die jüngst bestätigten Auslieferungszahlen zeigen einen Rückgang der weltweiten Verkäufe auf 279.449 Fahrzeuge. Besonders der chinesische Markt erwies sich als Bremsklotz: Dort gingen die Auslieferungen deutlich zurück und belasteten die Profitabilität. Auch in Europa und speziell in Deutschland verzeichnete der Hersteller Rückgänge, während Nordamerika vergleichsweise stabil blieb.
Diese Mischung aus nachlassender Nachfrage in wichtigen Regionen und Druck auf die Margen setzt den Titel anhaltend unter Spannung. Von den Höchstständen ist der Kurs klar entfernt: Mit rund 41,48 Euro bewegt sich die Aktie aktuell knapp über dem 52‑Wochen‑Tief von 39,81 Euro und mehr als 33 % unter dem Hoch von 62,02 Euro vom 30. Januar 2025. Im laufenden Jahr summiert sich das Minus auf rund 12 %, auf Sicht von zwölf Monaten auf gut 33 %.
Charttechnisch unterstreicht auch der Blick auf die gleitenden Durchschnitte die Schwäche. Der Kurs liegt spürbar unter dem 50‑Tage‑ und 200‑Tage‑Durchschnitt, was eine anhaltend belastete Grundtendenz widerspiegelt. Der RSI von 35,2 signalisiert zwar eine bereits fortgeschrittene Abkühlung, aber noch keinen klaren Rebound-Impuls.
Chartbild bleibt fragil
Kurzfristig bleibt die Lage technisch sensibel. Die Aktie pendelt im Bereich um 41,50 Euro und damit in unmittelbarer Nähe der letzten Tiefs. Ein Rückfall in Richtung oder unter die Marke von 40 Euro könnte zusätzlichen Verkaufsdruck auslösen, da hier eine psychologisch wichtige Schwelle verläuft.
Gleichzeitig ist der Abstand zum 52‑Wochen‑Tief mit gut 4 % noch überschaubar. Investoren warten daher auf klarere Signale aus dem operativen Geschäft und vom neuen Managementteam. Die personelle Neuaufstellung im Design und die angekündigte Schärfung der Produktstrategie – insbesondere mit Blick auf den Antriebsmix – sollen helfen, das Profil der Marke in einem anspruchsvollen Marktumfeld zu stärken.
Entscheidend für die weitere Einordnung wird der 11. März 2026: Dann legt Porsche die detaillierten Finanzzahlen vor und gibt voraussichtlich einen Ausblick auf die strategischen Schwerpunkte des laufenden Jahres. Erst wenn hier überzeugende Antworten auf die Absatzschwäche vor allem in China und eine klar konturierte Produktagenda sichtbar werden, kann sich zeigen, ob der aktuelle Kursbereich eine tragfähige Basis für eine Stabilisierung bildet.
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