Ein historischer Absturz beim operativen Gewinn zwingt die Porsche AG zu einem weitreichenden strategischen Kurswechsel. Das Management verabschiedet sich von der reinen Elektro-Strategie und holt Verbrennungsmotoren sowie Hybride zurück auf die große Bühne. Begleitet wird diese Neuausrichtung von einem massiven Stellenabbau und einem klaren Fokus auf margenstarke Luxussegmente.

Operativer Gewinn bricht ein

Die Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 markieren eine schmerzhafte Zäsur für den Sportwagenbauer. Der operative Gewinn kollabierte von 5,64 Milliarden Euro im Vorjahr auf lediglich 413 Millionen Euro. Verantwortlich für diesen Rückgang waren außerordentliche Aufwendungen in Höhe von knapp 3,9 Milliarden Euro, die primär in die teure Neuausrichtung der Produktstrategie flossen. Die operative Umsatzrendite schrumpfte von 14,1 Prozent auf magere 1,1 Prozent. Diese fundamentale Schwäche spiegelt sich unmittelbar am Kapitalmarkt wider: Die Aktie markierte heute bei 36,86 Euro ein neues 52-Wochen-Tief.

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Als Reaktion auf diese Entwicklung steuert CEO Michael Leiters unter dem Namen „Strategy 2035“ radikal um. Pläne für eine rein elektrische Fahrzeugplattform liegen vorerst auf Eis. Stattdessen rücken Plug-in-Hybride und Verbrennungsmotoren wieder in das Zentrum der Produktentwicklung. Selbst Modelle wie der 718 oder ein geplantes Luxus-SUV oberhalb des Cayenne, die ursprünglich ausschließlich elektrisch fahren sollten, erhalten nun alternative Antriebe. Ein Einbruch der Taycan-Auslieferungen um 22 Prozent im abgelaufenen Jahr untermauert die wirtschaftliche Notwendigkeit dieser Anpassung.

Sparprogramm und Fokus auf Exklusivität

Begleitet wird die technologische Wende von einem harten Strukturumbau. Bis 2029 fallen im Raum Stuttgart rund 1.900 Stellen weg, zusätzlich endeten bereits 2.000 Zeitverträge. Das Management trimmt den Konzern auf die Philosophie „Value over Volume“, bei der Exklusivität und hohe Margen strikt vor reinen Absatzzahlen stehen. Für das laufende Jahr 2026 rechnet Finanzchef Jochen Breckner trotz anhaltender Belastungen durch den Umbau wieder mit einer verbesserten operativen Marge zwischen 5,5 und 7,5 Prozent.

Der erste Härtetest für den neuen Kurs steht unmittelbar bevor. Am 29. April wird Porsche die Zahlen für das erste Quartal vorlegen. Dieser Bericht wird den ersten konkreten Beleg liefern, inwieweit die harten Restrukturierungsmaßnahmen operativ greifen. Analysten von Kepler Cheuvreux werten den zuletzt gestiegenen Netto-Cashflow bereits als handfestes Indiz dafür, dass das Kerngeschäft robuster ist und der Tiefpunkt des Ertragszyklus durchschritten sein könnte.

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