Der operative Gewinn brach 2025 von 5,64 Milliarden auf 413 Millionen Euro ein. Trotzdem präsentiert der neue CEO Michael Leiters einen ambitionierten Strategierahmen — und setzt dabei auf ein Prinzip, das Porsche zuletzt vernachlässigt hat: Marge statt Volumen.

Strategy 2035: Schlanker, teurer, selektiver

Leiters, seit Januar im Amt, stellte auf der Jahrespressekonferenz in Stuttgart die ersten Eckpfeiler seiner „Strategy 2035" vor. Das Programm umfasst flachere Hierarchien, eine schlankere Managementstruktur und eine klare Fokussierung auf höhermargige Segmente — sowohl oberhalb der aktuellen Zweitürer als auch oberhalb des Cayenne. Ein geplantes SUV in diesem Bereich soll als Hybridfahrzeug statt als reines Elektromodell kommen. Auch die 718-Modelle, ursprünglich als reine Elektrofahrzeuge konzipiert, könnten künftig wieder mit Verbrennungsmotoren angeboten werden.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Porsche AG?

Besonders markant ist der Umgang mit China. Der dortige Markt brach 2025 um 26 Prozent auf 42.000 Auslieferungen ein. Die Antwort: Das Händlernetz soll bis Ende 2026 von 150 auf rund 80 Standorte halbiert werden. „Value over Volume" — Leiters macht daraus kein Geheimnis.

Belastungen noch nicht vorbei

Der Ergebniseinbruch 2025 ist zu einem großen Teil auf außerordentliche Aufwendungen von rund 3,9 Milliarden Euro zurückzuführen — Restrukturierungskosten, batteriebedingte Belastungen und US-Zölle. Der Konzernumsatz sank um 9,5 Prozent auf 36,27 Milliarden Euro, die operative Umsatzrendite kollabierte von 14,1 auf 1,1 Prozent.

CFO Jochen Breckner warnte bereits: Auch 2026 werden Einmaleffekte im hohen dreistelligen Millionenbereich anfallen. Für das laufende Jahr erwartet der Vorstand eine operative Rendite von 5,5 bis 7,5 Prozent bei einem Umsatz von 35 bis 36 Milliarden Euro — eine moderate Erholung, aber kein Befreiungsschlag.

Die Aktie notiert heute auf einem neuen 52-Wochen-Tief von 36,51 Euro und liegt damit rund 33 Prozent unter dem Märzhoch des Vorjahres. Kepler Cheuvreux deutet an, dass der Ertragszyklus seinen Tiefpunkt möglicherweise bereits erreicht hat. Den ersten konkreten Beleg dafür liefern die Quartalszahlen am 29. April 2026.

Porsche AG-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Porsche AG-Analyse vom 17. März liefert die Antwort:

Die neusten Porsche AG-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Porsche AG-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 17. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Porsche AG: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...