PayPal Aktie: Wackelige Zeiten?
PayPal verschärft seinen Schwenk Richtung künstliche Intelligenz. Nur Tage nach dem Führungswechsel und dem Kursabsturz auf Mehrjahrestiefs verkündete der Zahlungsabwickler am Donnerstag eine Kooperation mit den Reise-Technologieanbietern Sabre und Mindtrip. Die Partner wollen KI-gestützte Buchungsassistenten entwickeln, die Flüge und Hotels direkt per Sprachbefehl abwickeln – bezahlt wird über PayPal.
Die Frage, ob dieser Schritt ausreicht, um das ramponierte Vertrauen der Investoren wiederherzustellen, steht im Raum. Die Aktie notiert bei rund 39 Dollar und damit nahe dem 52-Wochen-Tief.
Die Strategie hinter der Partnerschaft
Das am 12. Februar 2026 vorgestellte Projekt zielt auf sogenannte „Conversational Commerce" ab. Nutzer sollen in einem KI-Chat ihre Reise planen, buchen und bezahlen können – ohne Medienbruch. PayPal steuert Wallet-Technologie zur Identitätsprüfung und Zahlungsabwicklung bei, Sabre liefert Echtzeitpreise und Verfügbarkeiten aus seinem globalen Inventar.
Der Vorstoß ist Teil einer größeren Initiative, die Transaktionsschicht des Konzerns tiefer in alltägliche Prozesse einzubetten. Ob das funktioniert, wird auch vom neuen CEO abhängen.
Wechsel an der Spitze nach enttäuschenden Zahlen
Anfang Februar hatte der Verwaltungsrat Enrique Lores, zuvor bei HP Inc., zum neuen Präsidenten und CEO berufen. Lores übernimmt am 1. März 2026 von Alex Chriss, dessen Amtszeit das Gremium als nicht zielführend bewertete.
Der Führungswechsel folgte unmittelbar auf die Veröffentlichung der Quartalszahlen für Q4 2025. Mit einem Umsatz von 8,68 Milliarden Dollar verfehlte PayPal die Analystenschätzungen, der Gewinn je Aktie lag bei 1,23 Dollar statt der erwarteten 1,29 Dollar. Die Reaktion an der Börse war deutlich: Die Aktie rutschte um mehrere Prozent ab.
Analysten verschärfen den Ton
Am Tag der KI-Ankündigung passten mehrere Banken ihre Einschätzungen an:
- Wells Fargo senkte das Kursziel auf 48 Dollar und verwies auf Umsetzungsrisiken.
- RBC Capital reduzierte das Ziel auf 59 Dollar, belastet durch schwächere Volumen im klassischen Checkout-Geschäft.
- HSBC stufte auf „Hold" ab, Kursziel 47 Dollar.
Die Zusammenarbeit mit Sabre und Mindtrip wirkt wie ein Versuch, über technologische Innovation verlorenes Terrain zurückzugewinnen. Doch die jüngsten Downgrades zeigen: Die Wall Street erwartet erst einmal handfeste Ergebnisse statt weiterer Versprechen. Die Bewährungsprobe für Lores steht unmittelbar bevor.
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