Oracle Aktie: Rückenwind vom Staat
Oracle sammelt nach einer nervösen Woche neue Argumente auf der Auftragsseite ein. Gleich zwei US-Behörden setzen auf Oracle Cloud Infrastructure (OCI) – ausgerechnet wenige Tage, nachdem das Management einen großen Finanzierungsplan vorgestellt hat. Können diese Regierungsaufträge die Diskussion um die hohen Investitionen beruhigen?
Wichtigste Punkte im Überblick:
- Neue Aufträge: 88 Mio. US-Dollar von der U.S. Air Force (OCI) sowie Auswahl durch CMS für Modernisierungsprojekte
- Finanzierungsplan: 45 bis 50 Mrd. US-Dollar Kapitalaufnahme für 2026 (Mix aus Fremd- und Eigenkapital)
- Auftragsbestand (RPO): zuletzt 523 Mrd. US-Dollar, davon rund 300 Mrd. US-Dollar aus großen KI-Partnerschaften (u. a. OpenAI)
Zwei Bundesaufträge als Signal
Der größere der beiden Deals ist ein 88-Millionen-Dollar-Task-Order der U.S. Air Force für Oracle Cloud Infrastructure. Der Vertrag unterstreicht, dass OCI nicht nur in der Privatwirtschaft, sondern auch im öffentlichen Sektor stärker genutzt wird.
Parallel dazu wurde Oracle von den Centers for Medicare & Medicaid Services (CMS) ausgewählt, um zentrale Modernisierungsvorhaben zu unterstützen. Beide Entscheidungen stützen die Argumentation des Konzerns, dass die Nachfrage nach Infrastruktur schneller wächst als die aktuell verfügbare Kapazität.
Der Kontext: Investitionen und 523 Mrd. Dollar RPO
Die Meldungen kommen kurz nach der Ankündigung, in diesem Kalenderjahr 45 bis 50 Mrd. US-Dollar aufnehmen zu wollen. Das Geld soll vor allem den Ausbau von Rechenzentren und KI-Infrastruktur finanzieren.
Hintergrund ist der zuletzt bestätigte Sprung der Remaining Performance Obligations (RPO) auf 523 Mrd. US-Dollar. Ein erheblicher Teil davon – etwa 300 Mrd. US-Dollar – hängt mit langfristigen KI-Trainings- und Infrastrukturvereinbarungen zusammen, darunter Partnerschaften mit OpenAI. Diese Pipeline ist laut Bericht der zentrale Baustein, um die Größenordnung der geplanten Finanzierung zu rechtfertigen.
Analysten gespalten, Insiderverkauf gemeldet
An der Wall Street kam der aggressive Finanzierungs- und Investitionskurs in dieser Woche nicht einheitlich an. DA Davidson stufte die Aktie auf „Buy“ hoch und setzte ein Kursziel von 180 US-Dollar. Zur Begründung verwies das Haus darauf, dass das Softwaregeschäft die aktuelle Bewertung trage, während das Cloud-Geschäft zusätzliches Potenzial biete.
Dagegen senkte Melius Research auf „Hold“. Als Risiko nennt das Haus vor allem die geplante höhere Verschuldung, die aus Sicht der Analysten auf der Kursentwicklung lasten könnte.
Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgte zudem ein gemeldeter Insiderverkauf: Clayton Magouyrk, ein Top-Manager, verkaufte am Montag 10.000 Aktien. Laut Quelle ist das nur ein kleiner Teil seiner Bestände, wird im Umfeld einer kapitalintensiven Ausbauphase aber besonders genau wahrgenommen.
Im Kurs zeigte sich die Nervosität bereits: Die Aktie legte am Montag zwar um rund 10% zu, blieb danach jedoch volatil, während der Markt die Finanzierungspläne einordnete. Die heute bestätigten zusätzlichen Bundesaufträge liefern nun zumindest einen konkreten Umsatzanker, der den Investitionsplänen operativ Rückenwind gibt.
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