Meta Aktie: Zwei Baustellen
Für Meta wird diese Woche zur Bewährungsprobe: In einem viel beachteten Prozess zur mutmaßlichen Suchtwirkung sozialer Medien verteidigte Instagram-Chef Adam Mosseri die Plattform vor Gericht. Gleichzeitig liefert das Hardware-Geschäft mit KI-Brillen starke Wachstumszahlen – ein Kontrast, der die Aktie zwischen Chancen und Risiken einspannt. Wie schwer wiegt der juristische Gegenwind im Vergleich zum operativen Rückenwind aus Wearables?
- Instagram-Chef Mosseri sagte diese Woche in Los Angeles aus – im Zentrum stehen Vorwürfe, Plattformen seien gezielt „süchtig machend“ für junge Nutzer.
- Parallel läuft ein weiteres Verfahren in New Mexico zu Kinderschutz-Vorwürfen.
- EssilorLuxottica meldete für 2025 mehr als 7 Mio. verkaufte Meta-KI-Brillen – nach 2 Mio. Stück in 2023/2024 zusammen.
- Pershing Square baute laut Bericht eine neue Position auf, rund 10% des Firmkapitals (≈ 2 Mrd. US-Dollar).
Prozessdruck rund um Instagram
Mosseri trat am Mittwoch in einem Gerichtssaal in Los Angeles als Zeuge auf. Der Fall gilt als richtungsweisend: Kläger werfen Meta und YouTube vor, ihre Produkte seien so gestaltet, dass sie bei jungen Nutzern zwanghaftes Nutzungsverhalten fördern und schaden können.
Mosseri wies im Zeugenstand die Behauptung zurück, Nutzer könnten „klinisch süchtig“ nach sozialen Medien werden. Zudem verwies er laut Berichten darauf, Meta habe Schutzmechanismen für Teenager und teste Funktionen sorgfältig, bevor sie für junge Nutzer freigeschaltet werden.
Zwei Verfahren, ähnliche Vorwürfe
Neben Los Angeles verteidigt sich Meta in New Mexico in einem weiteren Prozess. Dort hatten die Eröffnungsplädoyers Anfang der Woche begonnen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Konzern vor, Facebook und Instagram nicht ausreichend gegen Online-Raubtiere abgesichert zu haben, die gezielt Kinder ansprechen.
Die Klagen ziehen Vergleiche zu den Tabak-Prozessen der 1990er Jahre. Im Fokus stehen Funktionen wie Endlos-Scrollen, Autoplay und algorithmische Empfehlungen, die laut Klägerseite zu exzessiver Nutzung beitragen sollen. Mark Zuckerberg soll in den kommenden Wochen ebenfalls aussagen.
KI-Brillen als Lichtblick
Auf der operativen Seite kamen zuletzt freundlichere Signale: EssilorLuxottica berichtete, die Verkäufe von Meta-KI-Brillen hätten sich 2025 mehr als verdreifacht. Insgesamt seien im vergangenen Jahr mehr als 7 Millionen KI-Brillen verkauft worden. Zum Vergleich: In den Jahren 2023 und 2024 zusammen waren es laut Unternehmen 2 Millionen Stück.
Bloomberg hatte zuvor berichtet, Meta und EssilorLuxottica würden über eine Ausweitung der Produktion sprechen – demnach könnte die Kapazität bis Ende dieses Jahres auf mindestens 20 Millionen Einheiten steigen. Meta hatte außerdem im Januar den internationalen Start der Ray-Ban Display-Brille verschoben und dies mit „außergewöhnlich“ hoher Nachfrage in den USA begründet.
Zum Bild passt auch eine Meldung von der Investorenseite: Bill Ackmans Pershing Square legte laut Bericht eine neue Meta-Position offen. Sie entsprach demnach zum Jahresende 2025 rund 10% des Firmkapitals – etwa 2 Milliarden US-Dollar, abgeleitet aus früheren Einreichungen.
Im Markt spiegelte sich diese Gemengelage diese Woche in einer engen Handelsspanne: Die Aktie bewegte sich laut Bericht grob zwischen 657 und 679 US-Dollar, während Anleger die juristischen Risiken gegen den Schwung im KI-Hardware-Geschäft abwägen. Der nächste Ergebnisbericht wird für Ende April erwartet (Schätzwert: 28. April). In Europa bleibt der regulatorische Druck ein Thema: Die EU-Kommission stellte mögliche Zwischenmaßnahmen in Aussicht, die Metas WhatsApp-KI-Policy betreffen, die Drittanbieter-KI-Assistenten von der Plattform begrenzt.
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