PayPal gerät gleich doppelt in die Defensive: ein schwacher Ausblick für 2026 und parallel laufende Untersuchungen durch Kanzleien. Im Kern geht es um die Frage, ob das Unternehmen Anleger rechtzeitig über wesentliche Gegenwinde informiert hat, die nun in der Prognose sichtbar werden.

Der Markt hat darauf bereits heftig reagiert – und zwar nicht nur wegen der Prognose, sondern auch wegen der zuvor enttäuschenden Zahlen.

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  • Umsatzwachstum 2026 laut Prognose: 3–4%
  • Transaction Margin Dollars sollen in Q1 und im Gesamtjahr 2026 sinken
  • Für Q1 2026 erwartet PayPal einen mittleren einstelligen Rückgang beim bereinigten Gewinn je Aktie
  • Geplantes Aktienrückkaufprogramm 2026: 6 Mrd. US-Dollar

Schwacher Ausblick, starke Kursreaktion

Auslöser der juristischen Prüfungen ist der Ausblick auf das Geschäftsjahr 2026, den PayPal als herausfordernd beschrieben hat. Konkret stellt das Unternehmen für das Gesamtjahr nur noch 3–4% Umsatzwachstum in Aussicht. Zudem sollen die Transaction Margin Dollars sowohl im ersten Quartal als auch im Gesamtjahr zurückgehen.

Bereits Anfang des Monats sorgte das für eine deutliche Marktreaktion: Am 3. Februar fiel die Aktie zeitweise um bis zu 20% und markierte ein 12-Monats-Tief. Vorausgegangen waren die Prognose sowie die Zahlen für das vierte Quartal 2025, die die Konsensschätzungen bei Umsatz und Gewinn verfehlten.

Konkurrenzdruck und schwieriges Umfeld

Das Management begründete den vorsichtigen Ausblick mit mehreren Belastungsfaktoren. Dazu zählen ein schwächeres Wachstum im Branded Checkout, ein anspruchsvolles makroökonomisches Umfeld und ein intensiverer Wettbewerb im digitalen Zahlungsverkehr.

Der Konkurrenzkampf hat sich spürbar verschärft. Als Rivalen nannte der Bericht unter anderem Apple Pay, Google Wallet, Stripe sowie verschiedene Buy-now-pay-later-Anbieter.

Führungswechsel zum 1. März

Zeitgleich zum enttäuschenden Ausblick kündigte PayPal einen Chefwechsel an. CEO Alex Chriss soll zum 1. März 2026 durch Enrique Lores ersetzt werden, früherer CEO von HP Inc. und bereits Mitglied des PayPal-Verwaltungsrats.

Der Verwaltungsrat erklärte, „das Tempo von Veränderung und Umsetzung“ habe nicht den Erwartungen entsprochen. Im Zusammenhang mit dem Wechsel räumte das Unternehmen zudem ein, dass die Umsetzung – besonders im Bereich Branded Checkout – nicht ausreichend gewesen sei.

Für das Gesamtjahr 2026 rechnet PayPal beim bereinigten Gewinn je Aktie mit einer Spanne von einem leichten einstelligen Rückgang bis hin zu einem kleinen Plus – flankiert von einem Aktienrückkaufprogramm über 6 Mrd. US-Dollar, das im laufenden Jahr geplant ist.

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