Die Amazon-Aktie rutschte am Donnerstag unter die psychologisch wichtige Marke von 200 US-Dollar – zeitgleich durchsuchte die italienische Finanzpolizei die Büros des Konzerns in Mailand. Der Vorwurf: Steuerhinterziehung in dreistelliger Millionenhöhe.

Großrazzia wegen Steuerverdachts

Am 12. Februar 2026 durchsuchte die Guardia di Finanza die Amazon-Zentrale in Mailand sowie die Privatwohnungen von sieben Managern. Die Staatsanwaltschaft prüft, ob der US-Konzern zwischen 2019 und 2024 eine undekarlierte Betriebsstätte in Italien unterhielt, um Steuern zu minimieren.

Die Ermittler beschlagnahmten Computer, IT-Ausrüstung und Festplatten. Auch die Büros der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG wurden durchsucht. Der mögliche Steuerschaden liegt im dreistelligen Millionenbereich. Die Aktion ist Teil einer laufenden Untersuchung zu den Steuerpraktiken des Konzerns in Europa.

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Kurs unter Druck

Die negativen Schlagzeilen trafen die Aktie in einer ohnehin schwachen Phase. Der Titel schloss am 12. Februar bei 199,57 US-Dollar, ein Minus von 2,21 Prozent. Seit der Quartalszahlen-Vorlage Anfang Februar steht die Aktie unter Druck – Hauptgrund ist der angekündigte Investitionsplan von rund 200 Milliarden US-Dollar für 2026.

Die massiven Ausgaben für KI-Infrastruktur verunsichern Anleger mit Blick auf den freien Cashflow. Daiwa Securities senkte gestern das Kursziel von 300 auf 280 US-Dollar und verwies auf Ausführungsrisiken. Arete Research hob das Ziel hingegen leicht auf 285 US-Dollar an.

Ring stoppt umstrittene Kooperation

Parallel gab die Amazon-Tochter Ring eine operationelle Kurskorrektur bekannt. Die geplante Partnerschaft mit dem Überwachungstechnologie-Anbieter Flock Safety wurde am 12. Februar gestoppt. Laut CNBC folgte die Entscheidung auf öffentliche Kritik an einer Super-Bowl-Werbung, die datenschutzrechtliche Bedenken ausgelöst hatte. Die nie aktivierte Integration von Kennzeichenlesern ist damit endgültig vom Tisch.

Der Konsens der Analysten bleibt moderat positiv mit durchschnittlichen Kurszielen zwischen 282 und 288 US-Dollar. Die kommenden Wochen dürften zeigen, ob die Investitionsstrategie die Skepsis der Anleger überwinden kann – oder ob die regulatorischen Risiken in Europa zusätzlich belasten.

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