PayPal Aktie: Umbruchphase
PayPal steckt mitten in einem doppelten Umbruch: Die jüngsten Quartalszahlen blieben hinter den Erwartungen zurück – und zugleich stellt der Konzern seine Führungsspitze neu auf. Noch schwerer wiegt für viele Anleger aber der Blick nach vorn: Der Ausblick für 2026 fällt auffallend vorsichtig aus. Was heißt das konkret für die Ertragskraft im kommenden Jahr?
Schwaches Quartal, gedämpfte Prognose
Im vierten Quartal 2025 meldete PayPal einen Umsatz von 8,68 Mrd. US-Dollar und einen Gewinn je Aktie (EPS) von 1,23 US-Dollar. Beides verfehlte laut Bericht die Konsensschätzungen der Analysten.
Der größere Stolperstein steckt jedoch in der Guidance: Für das Geschäftsjahr 2026 rechnet PayPal damit, dass die „Transaction margin dollars“ sinken könnten. Gleichzeitig stellte das Unternehmen beim bereinigten EPS lediglich eine Spanne in Aussicht – von einem Rückgang im niedrigen einstelligen Prozentbereich bis hin zu leichtem Wachstum. Übersetzt: Management und Markt müssen sich auf ein Jahr einstellen, in dem Fortschritte möglich sind, aber keineswegs als gesetzt gelten.
Wichtige Punkte aus dem Update:
- Q4-Umsatz: 8,68 Mrd. US-Dollar (unter Erwartungen)
- Q4-EPS: 1,23 US-Dollar (unter Erwartungen)
- 2026-Ausblick: Transaktionsmargen-Dollar könnten fallen
- 2026 bereinigtes EPS: von leicht negativ bis leicht positiv erwartet
Chefwechsel im Timing der Zahlen
Parallel zu den Finanzzahlen kündigte PayPal am 3. Februar einen Führungswechsel an: Enrique Lores (zuvor HP) wird neuer President und CEO. Start ist am 1. März 2026. Er folgt auf Alex Chriss, der das Unternehmen seit 2023 führte.
Der Verwaltungsrat begründete die Entscheidung dem Bericht zufolge mit einer Bewertung der jüngsten Entwicklung sowie dem Umsetzungstempo. Der Wechsel kommt damit nicht „irgendwann“, sondern genau in einer Phase, in der Investoren nach klaren Signalen suchen, wie PayPal wieder verlässlicher liefern will.
Analysten werden vorsichtiger – und juristische Prüfung läuft
Die Kombination aus Ergebnisverfehlung und vorsichtigem Ausblick führte zu spürbaren Reaktionen im Analystenlager: Mehrere Häuser senkten in der Folge ihre Kursziele.
Zusätzlich sorgt eine rechtliche Komponente für Aufmerksamkeit: Die Kanzlei Levi & Korsinsky hat eine Untersuchung angestoßen, die mögliche Verstöße gegen US-Bundeswertpapiergesetze prüft. Im Zentrum steht dabei der zeitliche Ablauf der Unternehmenskommunikation gegenüber Investoren im Vorfeld des angepassten Ausblicks.
Am Markt spiegelt sich die Nervosität im übergeordneten Trend: Mit 33,69 Euro notiert die Aktie heute am 52‑Wochentief und liegt in den letzten 30 Tagen deutlich im Minus. Entscheidend wird nun, ob das Unternehmen den schwachen Ausblick im Jahresverlauf mit operativen Fortschritten untermauern kann – und ob der CEO-Wechsel ab März für mehr Tempo in der Umsetzung sorgt.
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